Buchhaltung Ihrer GmbH

2. Januar 2018 3 Minuten zu lesen
Teilen

Buchführungspflicht der GmbH

Ihre GmbH ist verpflichtet, eine Buchführung einzurichten, die den „Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)“ entspricht. Die rechtlichen Grundlagen finden Sie im Handelsgesetzbuch (HGB) und der Abgabenordnung (AO). Handelsrechtlich gilt: „Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen.“ Diese etwas schwammige Formulierung bedeutet, dass Sie einem Finanzbeamten mittels Ihrer Buchhaltung innerhalb kürzester Zeit alle Unterlagen vorlegen können müssen, die ihm einen Überblick über die Vermögensverhältnisse der GmbH und deren Steuerschuld verschaffen.

Bilanzierungspflicht der GmbH

Eine GmbH ist als Kapitalgesellschaft immer bilanzierungspflichtig. Das bedeutet, dass Sie zum Geschäftsjahresabschluss eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) aufstellen müssen. Die Bilanz bildet die Vermögenslage der GmbH ab. Die GuV zeigt die Ertragslage Ihres Unternehmens im Geschäftsjahr. Auf dieser Grundlage ermitteln Sie die Steuern, die Ihre GmbH an den Fiskus abführen muss.

Eröffnungsbilanz

Bereits wenn Sie Ihre GmbH gründen, müssen Sie Ihre Buchführung einrichten und nach den GoBD eine Eröffnungsbilanz erstellen. Wenn Sie selbst keine kaufmännische Ausbildung und keine Buchhaltungskenntnisse haben, sollten Sie einen Steuerberater damit beauftragen. In der Eröffnungsbilanz werden alle Vermögenswerte verbucht, die zum Gründungsstichtag der GmbH vorhanden sind. Das sind Kapital, Verbindlichkeiten und Forderungen. Das Kapital ist zunächst das Stammkapital der GmbH in Höhe von 25.000 Euro. Wenn die Gesellschafter ihre Bareinlagen noch nicht komplett geleistet haben, hat die GmbH ab dem Gründungstag offene Forderungen gegenüber ihren Gesellschaftern. Mit ihren Sacheinlagen bringen die Gesellschafter weiteres Vermögen ein, das ebenfalls in der Eröffnungsbilanz eingebucht werden muss. Dazu gehören beispielsweise Grundstücke, Geschäftsfahrzeuge, Patente, Maschinen und Anlagen oder Büroausstattung. Alle diese Werte erfasst die Eröffnungsbilanz. Sie bildet die Grundlage für die weitere Erfolgsmessung wie beispielsweise die Entwicklung des Eigenkapitals.

Lust auf eine eigene GmbH, aber nicht auf Papierkram? firma.de bietet praktische Gründungspakete inklusive Ausfüllhilfen, damit Sie in Ruhe Ihre Geschäftsidee entwickeln können. Verwirklichen Sie Ihre Gründungsidee: Jetzt GmbH gründen!

Weitere Infomationen zum Thema Buchführungspflicht finden Sie hier:

 

Die auf unserer Seite veröffentlichten Informationen werden allesamt von Experten mit größter Sorgfalt verfasst und überprüft. Dennoch können wir nicht für die Richtigkeit garantieren, da Gesetze und Regelungen einem stetigen Wandel unterworfen sind. Ziehen Sie deshalb bei einem konkreten Fall immer einen Fachexperten hinzu – wir stellen gerne den Kontakt her.

firma.de übernimmt keinerlei Haftung für durch Fehler in den Texten entstandene Schäden.

Jetzt weiterstöbern im Ratgeber!