Businessplan vs. Geschäftsmodell: Ein kompakter Überblick

aktualisiert am 4. November 2020 7 Minuten zu lesen
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Ist der Businessplan eigentlich noch zeitgemäß? Oder ist das Geschäftsmodell auschlaggebend? Mit dieser Eingangsfrage eröffnete Jan Evers von evers & jung das Gründerseminar „runsmart“. Vorgestellt wurden die beiden Businessplan-Software „SmartBusinessPlan“ und „runpat“. Mit ihnen soll das Erstellen eines Businessplans und Geschäftsmodells bei der Existenzgründung vereinfacht werden. Lesen Sie den firma.de-Gründer-Test.

 

„Der Businessplan ist tot!“ – mit dieser umstrittenen These eröffnete Jan Evers von evers & jung das Seminar für Existenzgründer im Rahmen der Roadshow „Geschäftsmodell vs. Businessplan“ in Frankfurt. Die Veranstalter evers & jung und SpeedUP! Europe hatten den Veranstaltungsort des Social Impact Lab in Frankfurt bewusst gewählt, denn hier werden junge kreative Gründer mit sozialen oder ökologischen Geschäftsideen individuell gefördert. Damit ist das Social Impact Lab die ideale Location, um einen Ausblick auf die Zukunft der Gründerszene zu liefern. Vorgestellt wurden an diesem Abend Softwarelösungen für Existenzgründer: Johannes Pankokes Online-Software „SmartBusinessPlan“ soll das Erstellen eines Businessplans für Gründer beschleunigen, während Roland Beutels Business Modeling-Software „runpat“ das Ziel hat, die Entwicklung eines Geschäftsmodells zu erleichtern.

Wie helfen die beiden Tools unseren Gründern? 

 

SmartBusinessPlan: Die einfache Online-Software für den Businessplan

Bewährt und doch umstritten: Obwohl immer mehr Start-Ups zum Geschäftsmodell tendieren, setzen Banken und Kapitalgeber bei ihrer Finanzierungsentscheidung fast ausnahmslos auf den klassischen Businessplan. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass in einem Geschäftsmodell längst nicht alle Zahlen enthalten sind, die zur Analyse benötigt werden. Deshalb haben die Investitionsexperten evers & jung und die Berliner Softwareproduzenten individee die Onlinesoftware SmartBusinessPlan entwickelt. Auch ohne größere Vorkenntnisse ist es nun möglich, selbstständig einen Businessplan zu erstellen. Die Software soll Existenzgründern durch ihre Einfachheit vor allem Zeit beim Erstellen des Businessplans ersparen und deren Nerven schonen.

Zwischen Geschäftsidee und Gründung steht für Unternehmer der Businessplan. Unerfahrene Existenzgründer durchsuchen meistens stundenlang das Internet, um herauszufinden, wie man möglichst einfach einen Businessplan erstellt und verzetteln sich dann beim Sichten kostenloser Vorlagen, die am Ende ohnehin nicht zum persönlichen Geschäftsmodell passen. Auch Hilfsmittel wie das Canvas-Modell werden oft herangezogen, um einen professionellen Businessplan zu erstellen. Vor allem für Gründer, die keine BWL studiert haben, ist das Erstellen eines solchen Planes jedoch ein echter Zeitfresser. Doch dank dem Tool SmartBusinessPlan können sich diese Existenzgründer nun auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren und gleichzeitig ihre Kosten grafisch darstellen und elektronisch prüfen lassen. Als Vorlage dienen der Software dabei reale Businesspläne. Diese können selbstständig je nach Branche angepasst werden. Auf diese Weise lassen sich sogar schwer kalkulierbare Aufwendungen wie beispielsweise Personalausgaben errechnen und standardisiert ausdrucken. Investoren und Banken können die Plausibilität der Zahlen ohne umfangreiche Prüfung bequem nachvollziehen.

Der SmartBusinessplan ist das ideale Werkzeug für Gründer, die sich nicht von Zahlen aufhalten lassen, sondern ihre Idee automatisch einer Wirtschaftlichkeitsprüfung unterziehen und direkt loslegen wollen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Businessplan-Software ist mit 19 Euro pro Monat zu einem wirklich günstigen Preis erhältlich.

 

runpat – Das digitale Geschäftsmodell

Der schlechte Ruf des Businessplans ist sicher nicht unbegründet. Schließlich bildet er lediglich die Theorie der Gründung ab, weist in der praktischen Umsetzung aber deutliche Schwächen auf. runpat liefert eine praxisorientierte Alternative zum Businessplan: Durch eine vereinfachte digitale Entwicklung eines Geschäftsmodells und dessen grafischer Darstellung auf nur einer einzigen Seite wird automatisch ein belastbares und flexibles Geschäftsmodell entworfen. Entwickelt wird das Modell anhand von Fragen an den Gründer und digitalen Notizzetteln, die an den entsprechenden Stellen eingefügt werden. Dabei entsteht ein flexibles Modell und eine klare Wertschöpfungskette wird deutlich. So werden aus losen Konzepten feste Strukturen, Fehler offensichtlich und Geschäftsideen zur Marktreife gebracht. Am Ende steht eine grafische Übersicht des Geschäftsmodells

Gründern, die eine digitale Lösung für ihr jeweiliges Geschäftsmodell suchen, kann runpat empfohlen werden. Ob diese anschließend zusätzlich noch einen Businessplan entwickeln müssen, kann nicht pauschal beantwortet werden, das hängt vom individuellen Fall ab.

 

Fazit zum Businessplan

Evers ist sich sicher: „Der schlechte Ruf des Businessplans hat Gründe, glauben doch zu viele Bankangestellte oder Wirtschaftsförderer an den perfekten Plan und verwechseln Theorie und Wirklichkeit. Genauso die Gründer – sie verbringen zu viel Zeit damit, in Excel herumzurechnen bis es passt und das Ergebnis in schöne Worte zu verpacken.“ Daher ist nach der Meinung des Gründungsexperten sowohl das Erstellen eines Geschäftsmodells als auch eines Businessplans notwendig. Beide Softwarelösungen haben großes Potential, das Erstellen des Businessplans und des Geschäftsmodells zu erleichtern.

Tipp für Gründer

Wer beim Business Modeling auf analoge Lösungen setzt, dem kann das kostenlose Businessmodellposter von runpat.com empfohlen werden. Für einen Aufpreis kann es auch in Din A0 ausgedruckt und zugeschickt werden. Ein echter Geheimtipp für Gründer!

Wer seinen Businessplan mittels der Software erstellt, aber sich dennoch bei einigen Teilen auf Experten verlassen will, der kann einzelne Businessplan-Bausteine von den Experten von firma.de erstellen lassen.

 

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