Steuerrecht der GmbH

2. Januar 2018 4 Minuten zu lesen
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Wie jedes Unternehmen ist die GmbH dazu verpflichtet, auf ihren Gewinn Steuern zu bezahlen. Die tatsächliche Steuerlast müssen Sie mit dem Jahresabschluss zum Ende des Geschäftsjahres ermitteln. Innerhalb des Geschäftsjahres müssen Sie in der Regel pro Quartal oder monatlich Abschlagszahlungen an den Fiskus leisten. Neben der Umsatzsteuer gehören zu den Steuern einer GmbH die Körperschaftssteuer und die Gewerbesteuer.

Körperschaftssteuer der GmbH

Die Körperschaftssteuer ist die Einkommenssteuer der GmbH. Genauso wie natürliche Personen auf Ihr Einkommen Steuern zahlen, unterliegt mit der Körperschaftssteuer eine juristische Person wie eine GmbH oder eine AG der Steuerpflicht auf Gewinne. Beide Steuerarten gehören damit zu den sogenannten Ertragssteuern. Grundlage ist das Körperschaftssteuergesetz (KStG). Bund und Länder teilen sich die Körperschaftssteuer. Mit einer Bilanz ermitteln Kapitalgesellschaften ihren steuerlichen Gewinn. Nach Abzug von Freibeträgen müssen sie 15 Prozent Körperschaftssteuer zahlen. Dabei wird außerdem der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent verrechnet. Dadurch betragen beide Steuern für Unternehmen auf Ihren Gewinn 15,8 Prozent.

Gewerbesteuer der GmbH

Die Gewerbeertragssteuer ist eine Steuer auf die Ertragskraft von Unternehmen. Sie ist eine Gemeindesteuer und soll die Kosten für die Gemeinde decken, die mit dem Gebrauch der Infrastruktur durch die Unternehmen entstehen. Grundlage ist das Gewerbesteuergesetz, die Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung sowie die Gewerbesteuer-Richtlinie. Ab einem bestimmten Gewinnertrag müssen alle Unternehmen Gewerbesteuern bezahlen. Die Gewerbesteuer müssen Sie für jede Betriebsstätte einzeln berechnen. Steuerexperten bezeichnen diese Berechnung als Zerlegung. Grundlage für die Berechnung der Anteile der Gewerbesteuer ist die Wertschöpfung am jeweiligen Standort. Den sogenannten Hebesatz für die Gewerbesteuer erlässt jede Gemeinde mit einer Satzung. Entsprechend unterschiedlich sind die Steuern an jedem Standort.

Umsatzsteuer der GmbH

Die Umsatzsteuer müssen alle Endverbraucher auf alle Waren und Dienstleistungen entrichten. Bei Privatpersonen heißt sie Mehrwertsteuer, deren Satz aktuell bei 19 Prozent auf die Nettopreise liegt. Für bestimmte Güter wie Lebensmittel gilt der reduzierte Mehrwertsteuersatz von nur 7 Prozent. Im Unternehmen heißt diese Steuer Umsatzsteuer. Jedes Unternehmen muss auf jeden Rechnungsbetrag 19 Prozent Mehrwertsteuer aufschlagen und in Rechnung stellen. Unternehmer müssen diese Mehrwertsteuer zunächst „vorstrecken“, können sie sich aber vom Finanzamt wieder erstatten lassen. Diese Vorsteuer können Sie also von der Umsatzsteuer abziehen. Haben Sie mehr Vorsteuer gezahlt als Umsatzsteuer eingenommen, erstattet Ihnen das Finanzamt die Differenz. Sinn der Umsatzsteuer ist, dass sie auf jeder Wertschöpfungsstufe vereinnahmt wird, der private Verbraucher sie dann aber letztendlich bezahlt.

 

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