UG-Gründung: Thesaurierungspflicht

22. Januar 2014 1 Minuten zu lesen
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Immer wieder hört und liest man, dass eine UG 25 % ihres Jahresgewinns thesaurieren muss, um sich nach einer Ansparung von 25.000 € in eine GmbH umzufirmieren. Was das konkret bedeutet und ob man das Geld nicht doch in speziellen Fällen verwenden darf, klären wir im folgenden Artikel.

25 % Ansparungspflicht

Anhand des Jahresabschluss wird ermittelt, ob und wie viel Geld in die Rücklage fließen muss. Hat das Unternehmen Gewinn erwirtschaftet, müssen 25 % dessen in eine Rücklage eingezahlt werden. Ziel dieser Rücklage ist es, das Stammkapital der UG später auf 25.000 € zu erhöhen, sodass die UG zu einer GmbH umfirmiert werden kann. Diese Umfirmierung zur GmbH ist jedoch freiwillig – wird das Stammkapital auf 25.000 € erhöht, entfällt die Thesaurierungspflicht auch dann, wenn das Unternehmen weiterhin eine UG bleibt.

 

Notfallmaßnahmen erlaubt

Die in der UG angesparte Rücklage darf prinzipiell nicht verwendet werden, sondern muss ruhen. Es gibt jedoch drei Ausnahmen, in denen man auf die Rücklage zugreifen darf:

  1. Für Zwecke der Stammkapitalerhöhung
  2. Zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrages, sofern sich dieser nicht aus dem Gewinnvortrag des Vorjahres decken lässt
  3. Zum Ausgleich eines Verlustvortrages aus dem Vorjahr, sofern dieser sich nicht durch den Jahresüberschuss decken lässt

(vgl. § 5a GmbHG)

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