App-Entwicklung: 6 Faktoren für eine positive User Experience

aktualisiert am 19. November 2021 4 Minuten zu lesen
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Unternehmen, die Nutzern eine gute User Experience in ihrer App bieten, haben größere Chancen, den Nutzer als Kunden zu gewinnen und danach auch zu halten. Im Artikel erfahren Sie, was genau eine positive User Experience ausmacht.

 

User Experience – mehr als nur benutzerfreundliche Bedienung

Oftmals wird unter der User Experience (auch: Nutzererlebnis) einfach nur die Benutzerfreundlichkeit der App verstanden. Das weiß auch Kay Dollt, Geschäftsführer bei der App Agentur JamitLabs in Karlsruhe: „Viele unserer Kunden neigen dazu, Benutzerfreundlichkeit überzubewerten. Im Gespräch erklären wir ihnen dann, dass Bedienungsfreundlichkeit zwar wichtig ist, doch sie ist nur einer von vielen Faktoren, welche Einfluss auf die User Experience ausüben.“

 

6 Faktoren für ein positives Nutzererlebnis

Eine positive User Experience – sei es mit einer App, einer Webseite oder einem Online-Shop – lässt sich auf sieben Schlüsselfaktoren herunterbrechen. Wenn diese perfekt ineinandergreifen, hat man eine App geschaffen, die der Nutzer gern benutzt, ihm einen Mehrwert bietet und von ihm häufig verwendet wird.

#1  Nützlichkeit

Eine App, die keinen Nutzen hat, ist bedeutungslos – selbst, wenn sie 1A designt ist. Beim Entwickeln einer App müssen also stets folgende Fragen im Fokus stehen:

  • Löst die App ein konkretes Problem des Nutzers?
  • Hilft Sie dabei, ein konkretes Ziel zu erreichen?
  • Bietet sie dem Nutzer außerdem einen Mehrwert

 

#2 Benutzerfreundlichkeit

Die Bedienung der App sollte selbsterklärend bzw. so einfach wie möglich funktionieren und sich im besten Fall intuitiv erschließen. Um hier ein optimales Ergebnis zu erzielen, sidn in der Regel mehrere Testphasen und Anpassungend einer App notwendig.

#3 Attraktivität

Was unterscheidet Apple-Produkte von anderen Produkten? Was unterscheidet einen Dacia von einem Porsche? Die Attraktivität. Obwohl es viele Produkte gibt, die denselben Zweck erfüllen, sind manche bei Nutzern beispielsweise aufgrund eines hervorstechenden Designs begehrter als andere. Branding und das Finden eines passenden Markennamens spielenbei der Etablierung einer attraktiven App eine ebenso große Rolle.

#4 Auffindbarkeit

Nutzer müssen möglichst schnell die Funktionen finden können, die sie suchen, ansonsten ist die App womöglich schnell wieder gelöscht. Die Übersichtlichkeit des Menüs spielt hier eine große Rolle. Ist die App komplex und manche Dinge nicht selbsterklärend, hilft schon ein kleiner Button mit einem Fragezeichen an der entsprechenden Stelle für Hilfestellung.

#5 Zugänglichkeit

Wer seine App nur einem bestimmten Personenkreis anbietet (z. B. ohne kostenlose Testphase o.ä.), verspielt Chancen bei vielen potenzielle Neukunden. Dasselbe gilt für plattformexklusive Anwendungen: Wer seine App exklusiv für iOS anbietet, erreicht Android-Nutzer erst gar nicht – und umgekehrt. Laut Stand September 2021 gibt es weltweit 72% Android-Nutzer und 27% iOS-Nutzer. Es wäre schade, wenn man hier einen potenziellen Markt von vornherein ausschließt.

#6 Vertrauen

Nutzer müssen der App vertrauen können und sich bei der Benutzung sicher fühlen. Nur so wird das dahinterstehende Unternehmen als seriös wahrgenommen. Falsche Versprechungen und Lockangebote mit fadenscheinigen Bedingungen haben in einer App genau so wenig verloren wie Sicherheitslücken.

 

Fazit

Bei der Fülle an Apps heutzutage haben Nutzer mehr Auswahl denn je. Doch viele Apps werden nach nur kurzmaligem Ausprobieren wieder deinstalliert, weil der Nutzer nicht damit zufrieden ist. In vielen Fällen liegt es daran, dass einer oder mehrere der genannten Kriterien nicht erfüllt sind. Wer seine App nach diesem Muster strickt, hat die besten Chancen, viele Nutzer für sich zu gewinnen.

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