Founders Faces: HEYANNA erfindet die Mitbewohnersuche neu

aktualisiert am 23. April 2019 6 Minuten zu lesen
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Wir lieben Gründer. In unserer Interview-Reihe Founders Faces kommen spannende Gründerteams & Startups zu Wort, die wir bei ihrer Gründung begleitet haben. Dieses Mal im Portrait: Sebastian Jacobsen von HEYANNA

Gründer HEYANNA
Sebastian Jacobsen und Timo Strauch, Gründer von HEYANNA

 

firma.de: Wer seid ihr und was macht ihr bei HEYANNA?

Sebastian Jacobsen: Wir sind Timo, Filiz, Chiara und ich – ein diverses Team aus vier Leuten mit der Vision, das WG-Leben neu zu durchdenken. Neben diesem “Day1”-Team haben wir noch eine starke Supporter-Crew von acht Leuten, die uns mit Coding, Finance, Legal und Insights aus ihren WGs unterstützen.

Das Leben in Wohngemeinschaften bietet bekanntlich etliche Vorzüge. Es hat gute Chancen, nicht nur für Studenten, sondern vor allem auch für junge Berufstätige das Urbane Wohnen der Zukunft zu werden. Zur Zeit ist das Finden passender Mitbewohner aber mehr eine Frage des Zufalls und geht mit einem hohen Zeitaufwand einher. Die herkömmlichen Plattformen legen ihren Fokus zu sehr auf die Wohnung und kaum auf die Mitbewohner, schon gar nicht in Form eines qualitativ hohen Nutzererlebnisses. Aus dieser Idee ist unsere App HEYANNA gewachsen. In der App müssen unsere User nur wenige Eckdaten zur eigenen Persönlichkeit, Vorstellungen zum Zusammenleben, Vorlieben und Interessen eingeben.

Was ist eure Mission für HEYANNA?

Wir wollen die passenden Menschen zusammenbringen, indem wir sie über unseren intelligenten Algorithmus „matchen“ und Transparenz schaffen. Niemand soll sich mehr fürchten, einem ungeliebten Mitbewohner auf dem Flur zu begegnen. Stattdessen sollen sich die richtigen Menschen schnell und einfach finden, um so den Grundstein für ein harmonisches Miteinander zu legen.

Wir möchten die Lebensqualität von Studiumsabsolventen und jungen Berufstätigen steigern, die Coliving aus Überzeugung für sich wählen. Wohngemeinschaften sollen Spaß machen und alles, was bei der Suche nach dem passenden Mitbewohner-Match nervt, wollen wir von HEYANNA übernehmen.

Wie ist der aktuelle Stand und was sind die nächsten Schritte?

Wir haben mit firma.de innerhalb kürzester Zeit gegründet, was uns unheimlich geholfen hat, uns auf die wesentlichen Dinge, nämlich das Produkt und den Marktstart im Sommer 2019, zu konzentrieren. Unsere App für iOS und Android ist also gerade mitten in der Entwicklung. Aktuell durchlaufen wir diverse User Testings mit unserem fertigen Design-Prototypen, in dem unsere fertig ausgebaute Version bereits zu sehen ist. Aktuell nutzen wir das direkte Feedback, um eine hilfreiche und positive Erfahrung für unsere künftigen Nutzer zu gestalten.

Als nächstes werden wir all unsere Kraft und Energie darauf verwenden, die App marktreif zu machen und ein 1A-Marketing-Konzept für den Marktstart zu entwickeln. Dabei wollen wir viel per Guerilla-Marketing in Mannheim und Heidelberg erreichen.

Langfristig wollen wir Partnerschaften mit Wohnungsanbietern eingehen und das Konzept von Global Rent etablieren. Unser Ziel ist es, das WeWork für den Bereich Coliving zu werden, indem wir Wohnungen selbst anbieten und managen.

Vorschau HEYANNA App

Welche Tipps würdest Du anderen Gründern geben?

Während meines Studiums habe ich in meiner Freizeit viele Startup-mäßige Projekte gestartet, wovon viele nach ein paar Monaten im Sande verlaufen sind. Entweder hatte ich eine neue Idee, fand nicht die richtigen Mitstreiter oder hatte schlichtweg zu wenig Zeit, um das Projekt auf die nächste Ebene zu bringen. Ich rate anderen Gründern deshalb, entspannt an die Sache ranzugehen und nicht irgendwas zu gründen, nur weil man gründen möchte. Das Wichtigste ist, voll für die Idee und die Umsetzung zu brennen. Bei HEYANNA löse ich ein Problem, das mich und mein Team selbst betrifft und dann entwickeln wir gemeinsam eine Lösung. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Ansatz der beste ist, um ein attraktives Produkt zu entwickeln, dass viele User lieben und am Ende profitabel ist.

Außerdem rate ich Gründern dazu, einen klaren Fokus zu setzen und nicht zu viel auf einmal zu wollen, weil das am Ende nur unglücklich und handlungsunfähig macht. “Easy vibe, easy life” – trotz Gründung sollte jeder viel Sport und Urlaub machen können und das Leben genießen. So kommen die besten Ideen zustande und man hat Zeit, alles zu reflektieren und die besten Entscheidungen zu treffen. Meditation kann da echt viel helfen.

Warum habt ihr euch für eine Gründung mit firma.de entschieden? Welchen Mehrwert bietet unser Service Gründern aus Deiner Sicht?

Deutschland ist mit Sicherheit nicht das Land, in dem eine Gründung am einfachsten zu stemmen ist. Der Urwald aus Paragraphen und Richtlinien schreckt viele ab. Mit der richtigen Anleitung und einem schrittweisen Plan ist der Gründungsprozess aber am Ende weniger wild als man denkt. firma.de nimmt uns genau die Last und den Struggle ab, bei der Bürokratie alles berücksichtigen zu müssen und gleichzeitig nichts falsch zu machen. Dazu braucht man vor allem Erfahrung. Deshalb ist firma.de für uns die One-Stop-Lösung für die perfekte formale Gründung. Genau das brauchen studentische Startups, die ihre Zeit lieber in ihr Produkt für eine bessere Welt investieren wollen, anstatt den Gesetzes- und Papierdschungel zu durchforsten.

Bilder: HEYANNA

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