Offline-Marketing: Werbe-Give-Aways im Überblick

aktualisiert am 12. Januar 2021 6 Minuten zu lesen
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Werbeartikel oder Give-Aways sollten auch im Online-Zeitalter keineswegs vernachlässigt werden, denn je nach Zielgruppe wird ihre Relevanz nicht selten verkannt. Meistens fungieren sie als kleine Aufmerksamkeit für Interessierte oder aber als kleine Geschenke für Kunden, die bereits bestellt haben und dazu ermuntert werden sollen, nochmal zu bestellen. Mit der Produktvielfalt, in der sich der Werbemittelbereich aktuell präsentiert, wirkt er mitunter recht unübersichtlich. Was eignet sich für welche Firma und für welche Zielgruppe? Die besten Werbeartikel für Gründer und ihre Kunden sind Thema in diesem Beitrag.

 

Die Allzeit-Bereit-Klassiker

Es gibt eine große Auswahl an Werbeartikeln, die zeitlose Allrounder sind. Sie verderben nicht, verlieren weder an Präsenz noch an Nutzwert und lassen sich sowohl an Weihnachten verschenken als auch als Dankeschön für eine Bestellung. Die Rede ist von Schreibgeräten, Anti-Stress-Knautschern, Zollstöcken, Tassen, Haftnotizblöcken, Feuerzeugen oder Schlüsselanhängern.

Gründertipp: Werbeartikel der Allzeit-Bereit-Kategorie – wie beispielsweise hier bei HACH zu sehen – dürfen dann bestellt werden, wenn Firmenname und Branding felsenfest stehen. Dann empfiehlt es sich, eine größere Anzahl an Werbeartikeln zu ordern, denn je höher die Stückzahl liegt, desto geringer wird der Einzelpreis.

 

Die saisonalen Must-haves

Es ist eine Grundsatz-Entscheidung, die jeder Gründer einmal für sich fällen muss und diese heißt: Gibt es Präsente zu den saisonalen „Hochtagen“ wie etwa Weihnachten, Ostern, Valentinstag oder dergleichen? Ein Produkt aus der Rubrik „Weihnachtswerbeartikel“ könnte beispielsweise eine weihnachtlich gestaltete Tasse sein – zum Benutzen oder mit Keramikfarben, die zum Selbst-Ausmalen animieren. Klassiker zu Weihnachten sind auch Sets, die zum Backen, Kochen oder zu einem gemütlichen Abend mit Wein und anderen Leckereien animieren.

Der entscheidende Faktor bei saisonalen Werbeartikeln ist der Zeitpunkt: Ein Adventskalender muss bereits Ende November beim Kunden sein. Auch Ausstechförmchen zum Backen sollten nicht unbedingt nach dem 1. Advent eintrudeln. Ein Geschenkset hingegen darf auch noch knapp vor Weihnachten eintreffen, quasi als Geschenk unterm Weihnachtsbaum, aber Achtung: Viele Firmen haben Betriebsferien. Diese sollten beim Versand einkalkuliert und berücksichtigt werden.

Tipp: Wie bereits angedeutet, sollte wohlüberlegt sein, zu welchem Anlass ein Geschenk verschickt oder übergeben wird. Entscheidet sich ein Gründer einmal dafür, ein Weihnachtsgeschenk an Kunden und/oder Geschäftspartner zu verschicken, sollte er dies im nächsten Jahr wieder tun. Wichtig ist hierbei, zu dokumentieren, wer welches Geschenk erhalten hat, damit das Geschenkpäckchen auch im nächsten Jahr eine Überraschung enthält. Welche steuerrechtlichen Faktoren beim Schenken zu beachten sind, verrät dieser Ratgeber.

 

Leckere Werbeartikel bergen immer Gefahren

Essbare Werbeartikel kommen meist gut an, aber bringen auch einige Nachteile mit sich: Streuartikel wie etwa kleine Fruchtgummi-Tüten oder einzeln verpackte Bonbons sind traditionelle Klassiker auf einer Messe. Hier wird gerne zugegriffen. Wenn es sich einfach um originalverpackte Fruchtgummis handelt, hat das Unternehmen davon gar keinen Werbe-Mehrwert. Einen immerhin kleinen Werbewert hat das Unternehmen dann, wenn es mit dem Firmenlogo bedruckte Fruchtgummitüten verteilt. Allerdings handelt es sich dabei lediglich um temporäre Werbung, denn kein Kunde bewahrt das leere Fruchtgummi-Tütchen auf.

Tipp: Natürlich kommen Süßigkeiten gut an. Um auch den Werbewert nicht zu vergessen, gibt es einen einfachen Tipp: Gründer können eine Visitenkarte (ggf. mit Skonto-Versprechen) an die kleine Fruchtgummitüte heften. Das freut den Kunden in doppelter Hinsicht: Zum einen gibt’s was zu Naschen und außerdem verbleibt das Kärtchen beim Kunden und fungiert als klassische Werbung. Mit einem Prozente-Gutschein ist die Chance groß, dass sich der Kunde zeitnah beim Unternehmen ordert.

 

Werbemittel für Nischen-Unternehmen, -Produkte oder -Zielgruppen

Natürlich entscheidet vor allem die Zielgruppe und auch das Produkt oder die Dienstleistung darüber, welches Werbemittel passt. Wer weiß, dass die Zielgruppe kreativ ist, kann auf Klassiker wie Buntstifte setzen oder buchstäblich zur Kreativität animieren. Ein Turnbeutel mit Stoffmalstiften beispielsweise ist dann eine gute Idee, wenn Kinder (oder deren Eltern) zur Zielgruppe zählen. Außerdem ist in einem Stoff-Turnbeutel mächtig viel Platz, um Werbe- und Infomaterial unterzubringen. Das Einweg-Vogelfutterhaus ist hingegen etwas für all jene, die sich mit der Natur recht verbunden fühlen bzw. sich dort aktiv engagieren möchten.

Tipp: Eine umfassende Analyse des Wettbewerbs und der eigenen Zielgruppe ist wichtig, um den passenden Werbeartikel auszuwählen. Je besser das Werbemittel zum Kunden passt, desto eher fühlt er sich „verstanden“ und würde auch andere Produkte und Dienstleistungen tendenziell eher dort kaufen.

 

Werbeartikel für das eigene Team

Werbeartikel müssen nicht zwingend an Kunden verschenkt werden, auch an der eigenen Belegschaft kann diese einen starken Werbeeffekt haben. Tragen beispielsweise alle Bedienungen in einem Restaurant oder Bistro einheitliche Kleidung mit Firmenbranding, wird bei jedem Getränk, das serviert wird, auf das Unternehmen hingewiesen. Auch wenn bei Gemeinschaftsaktionen wie beispielsweise einem Firmen-Wandertag alle dieselben Schlauchtücher oder Baseballmützen tragen, stärkt dies die Awareness des Brands in der Außenwahrnehmung.

Tipp: Besprechen Sie vorher mit Ihren Mitarbeitern, ob und in welcher Form Einheitskleidung mit Brand erwünscht ist. Ansonsten kann dieser Ansatz mehr Ärger bereiten. Tipp: Vor allem dann, wenn das Gründerteam oder die Belegschaft aufgestockt werden sollen, signalisiert Einheitskleidung auch ein Teamgefühl, das zum entscheidenden Vorteil bei der Akquise von Fachkräften werden kann.

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