Startup Studie: Gründerinnen bleiben die Ausnahme

aktualisiert am 11. April 2019 2 Minuten zu lesen
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Nur etwa jeder sechste Startup-Gründer ist eine Frau — und das seit Jahren ohne merkliche Veränderung. Die größten Unterschiede bestehen bei den Themen Familie, Finanzierung und Wachstum.

 

Der Female Founders Monitor 2019 bestätigt, dass die deutsche Startup-Szene eine Männerdomäne bleibt. In diesem Jahr liegt der Anteil der weiblichen Gründer bei 15,1 % und wächst damit nur um einen halben Prozentpunkt zum Vorjahr.

Die deutlichsten Unterschiede zwischen Gründerinnen und Gründern wurden in folgenden Bereichen der Selbständigkeit sichtbar:

Finanzierung und Wachstum

94 % der Startups in Frauenhand beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter. Gleichzeitig fließt doppelt so viel Investorengeld aus den Venture Capital-Töpfen an männliche Gründerteams: 17% der männlichen Teams sammelten Wagniskapital, aber nur 8 % der befragten Gründerinnen. Bei den staatlichen Fördermittel klafft eine noch deutlichere Lücke von rund 15 Prozentpunkten.

Familie und Vereinbarkeit des Privatlebens

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfordert eine flexibles Zeitmanagement — und damit bleibt weniger Zeit im Büro. Gründerinnen mit Kindern verbringen im Durchschnitt sechs Stunden weniger am Arbeitsplatz als kinderlose. Dagegen verringert der Nachwuchs die durchschnittlichen Arbeitsstunden bei den Gründern um nur 12 Minuten pro Woche.

Geschäftsmodell

Soziale und gesellschaftliche Zielsetzungen stehen bei Startupperinnen sehr viel höher im Kurs. Eine typische Zielsetzung auf ökonomischen Erfolg verfolgen nur 58%. Bei den männlich-geführten Startups liegt die Quote bei 75%.

 “Wir müssen mehr Frauen ermutigen, selbst zu gründen und Gründerinnen stärker unterstützen und fördern,”  so kommentierte die ehemalige Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries die Studie.

Am 11. April 2019 erschien die zweite Ausgabe des Female Founders Monitors. Herausgeber ist der Bundesverband Deutsche Startups e. V.  in Kooperation mit Google for Startups. Zur kompletten Studie geht’s hier.

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