Webhosting erklärt: Infos zum Angebotsvergleich

aktualisiert am 7. Dezember 2020 10 Minuten zu lesen
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Wenn es um die Erstellung einer Unternehmenswebsite für Ihr Unternehmen geht, warten unzählige und vielfältige Angebote auf Sie: Beim einen Anbieter bekommen Sie einen „Dedicated Root-Server“, der nächste ist Spezialist für „CMS-Hosting“. Was genau sich hinter diesen und weiteren technischen Begriffen rund um Webhosting verbirgt und nach welchen Kriterien Sie das richtige Angebot für Ihre Firmenwebsite wählen, erfahren Sie hier.

 

Was ist Webhosting?

Unter Webhosting versteht man, dass Speicherplatz auf einem Webserver genutzt wird, um dort Daten einer Website zu speichern. Ein Webserver ist ein leistungsfähiger Rechner, der über das Internet zu erreichen ist. Diese hohe Erreichbarkeit ist die Grundvoraussetzung dafür, dass eine dort gespeicherte Firmenwebsite jederzeit und von überall aus aufgerufen werden kann. Der Einfachheit halber entscheiden sich jedoch viele Firmen dafür, die Bereitstellung und Wartung des Webservers in die Hände eines Drittanbieters zu geben.

Verschiedene Arten von Webhosting

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie das Webhosting für eine Website arrangieren können:

  • CMS-Hosting
  • Managed Server
  • Root-Server
  • Virtueller Server
  • Dedizierter Server

 

CMS-Hosting: Was ist Webhosting für Content Management Systeme?

Ein Content Management System oder CMS ist ein Programm, das Ihnen beim Erstellen, Verwalten und Veröffentlichen von Inhalten hilft. Mit einem CMS können Sie z. B. News, Blogbeitröge oder auch Ihre gesamte Website ohne technisches Fachwissen betreuen und Inhalte online veröffentlichen. Viele Anbieter für Webhosting bieten deshalb Hosting inklusive CMS an. Ihr Vorteil bei einem Provider für CMS-Hosting ist, dass diese Plattformen bereits von Haus aus viele gängige Content Management Systeme wie Joomla unterstützen, wie beispielsweise auch dieser Webhoster. In der Regel sind die Angebote so konzipiert, dass die Leistung des Servers bereits perfekt auf die Anforderungen des jeweiligen CMS abgestimmt ist. Sie haben meistens nur noch die Qual der Wahl, was den benötigten Speicherplatz angeht. Die meisten Anbieter handhaben das so, dass Sie bei Bedarf jederzeit mehr Speicherplatz buchen können, z. B. wenn Ihr Unternehmensblog durch viele Artikel mit Bildern soweit gewachsen ist, dass der Speicherplatz nicht mehr ausreicht.

Sie müssen sich also nicht mehr selbst darum kümmern, die CMS-Software zu beschaffen, sie zu installieren und dann lauffähig zu halten. Stattdessen können Sie auf Knopfdruck direkt mit einem CMS Ihrer Wahl starten, das Ihr Provider für Sie bereitstellt. Sie nehmen lediglich noch die gewünschten Einstellungen vor und können dann direkt damit beginnen, Ihre Inhalte zu veröffentlichen. Oft können Sie bei solchen Systemen auch aus vielen vorgefertigten Designs wählen, die Sie auf Wunsch noch individuell anpassen können. Mit manchen Content Management Systemen können Sie sogar selbst einen Onlineshop erstellen und verwalten.

 

Was sind Managed Server?

Ein Managed Server wird vollständig durch den Anbieter verwaltet. Das bedeutet, dass Sie als Kunde nur eingeschränkten Zugriff auf das System haben. So können Sie normalerweise z. B. keine eigene Software installieren und auch nicht das Betriebssystem auswählen. Sie sind stattdessen an die Software gebunden, die Ihnen der Provider zur Verfügung stellt. Manchmal ist es möglich, dass der Provider auf Wunsch spezifische Anwendungen für Sie installiert. Allerdings entsteht dem Provider dadurch zusätzlicher Aufwand, weil er damit eine weitere Softwarekomponente aufnimmt, die er fortan warten und aktualisieren muss. Es kann also passieren, dass der Anbieter die Anfrage ablehnt und Sie sich eine alternative Softwarekomponente oder einen anderen Anbieter suchen müssen.

Viele Anbieter für Managed Server stellen Ihnen eine sehr breite Auswahl an Tools und Programmen zur Verfügung, die Sie ganz nach Bedarf auf Ihrem Server installieren können. Dazu zählen normalerweise auch die gängigen Content-Management-Systeme. Anbieter für CMS-Hosting sind im Prinzip Anbieter für Managed Server mit einer hoch spezialisierten Auswahl an Software und darauf optimierter Hardware.

Ein Vorteil von Servern, die von externen Experten verwaltet werden, ist, dass sich die Fachleute gut mit IT-Sicherheit auskennen. Sie kümmern sich z. B. darum, dass neu entdeckte Sicherheitslücken schnellstmöglich geschlossen werden und die Software immer auf dem aktuellsten Stand bleibt. Sie selbst bekommen davon in der Regel nichts mit. Ebenso kümmert sich der Anbieter darum, dass die Hardware jederzeit lauffähig ist und ersetzt defekte Komponenten automatisch. Diese Wartungsarbeiten geschehen im Hintergrund und Sie brauchen sich selbst um nichts zu kümmern.

 

Was sind Root-Server?

Bei einem Root-Server bekommen Sie vollen Zugriff auf die Software des Servers. Die Hardware steht zwar nach wie vor im Rechenzentrum des Providers und wird durch ihn gewartet und verwaltet, aber die sonstige Konfiguration liegt allein in Ihren Händen. Sie können bereits selbst entscheiden, welches Betriebssystem auf dem Root-Server läuft und welche Updates installiert werden sollen. Ferner haben Sie exakte Kontrolle, welche Software auf dem Server installiert werden soll. Das ist z. B. dann nützlich, wenn Ihre Webanwendung eine sehr spezielle Umgebung und bestimmte Software benötigt, um korrekt zu funktionieren. Da ein Root-Server hochgradig konfigurierbar ist, eignet sich diese Art Server allerdings eher für Sie, wenn das nötige Fachwissen im Unternehmen vorhanden ist. Denn durch falsche Konfiguration oder fehlende Komponenten können Sie schnell dafür sorgen, dass der Server nicht mehr wie geplant funktioniert. Zwar gibt es Tools, die Sie bei der Konfiguration unterstützen. Aber für sicherheitsrelevante Aufgaben wie kritische Sicherheitsupdates sind Sie bei diesem Arrangement nach wie vor selbst zuständig.

 

Was sind dedizierte Server und virtuelle Server?

In der Praxis finden Sie häufig Angebote, in denen Ihnen ein „Managed vServer“ oder ein „Dedicated Root-Server“ angepriesen wird. Um diese Angebote besser zu verstehen, müssen Sie zunächst noch den Unterschied zwischen einem virtuellen Server und einem dedizierten Server kennen.

Ein dedizierter Server (Englisch: Dedicated Server) ist ein Server, der allein Ihnen bzw. allein für Ihre Website oder Webanwendung zur Verfügung steht. Sie können sich das so vorstellen, dass Sie mit Ihrer Website der alleinige Nutzer der gesamten Hardware sind, die den Server ausmacht. Das bedeutet, dass für die Website die gesamte Leistung und die gesamte Bandbreite des Internetanschlusses zur Verfügung stehen. Vor allem für Webanwendungen, bei denen eine gute Performance im Vordergrund steht, ist der dedizierte Server daher eine beliebte Wahl. Beim dedizierten Server müssen Sie allerdings die Hardware so leistungsfähig planen, dass sie auch bei Lastspitzen ihre Dienste erfüllen kann. Andernfalls riskieren Sie, dass Ihre Website ausfällt, wenn z. B. gerade sehr viele Besucher darauf zugreifen wollen. Hoch dimensionierte Hardware bedeutet wiederum, dass Sie im Durchschnitt viel Leistung übrighaben, die ungenutzt bleibt und dennoch Kosten verursacht.

Dem gegenüber steht der virtuelle Server oder vServer. [AJ4] Hier sieht es so aus, dass auf einem physikalischen Gerät mithilfe spezieller Software mehrere Server simuliert werden können. Diese virtuellen Server sind logisch voneinander getrennt, obwohl sie physikalisch betrachtet dieselbe Hardware verwenden. Es können daher auf einer Maschine viele verschiedene virtuelle Server laufen, die dann auch jeweils unterschiedlichen Personen gehören. Der Vorteil dieser Variante ist, dass die physikalische Hardware effizienter genutzt werden kann. Die Software, die für die Virtualisierung zuständig ist, teilt die verfügbaren Ressourcen so ein, dass die Auslastung optimal ist. Durch die hohe Effizienz sind diese Angebote oft deutlich günstiger.

Ergänzend zum Thema finden Sie hier Empfehlungen des Bundes für Internet-Service-Provider.

 

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