Wie sieht ein guter Blog Post für Online-Shops aus?

aktualisiert am 29. August 2019 9 Minuten zu lesen
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Gute Inhalte mit echtem Mehrwert, ein stimmiges Design und dezente Werbebotschaften. Diese Art Blog kommt beim Kunden gut an und lohnt den Aufwand. Hier finden Sie unsere besten Tipps im Überblick.

 

Vielen Onlineshops ist ein Blog angegliedert. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, um mehr Besucher für den Shop zu gewinnen. Leider passieren in der Umsetzung aber häufig jede Menge Pannen, durch die das genaue Gegenteil bewirkt wird: Die Besucher werden mit langweiligen, uninteressanten Blogartikeln verscheucht, die oft noch nicht einmal thematisch zum Shop passen.

Die Shop-Betreiber investieren so viel Zeit und Geld, die sich sinnvoller einsetzen lässt. Es ist erwiesenermaßen harte Arbeit, einen Blog zu erstellen und zu pflegen. Wer es richtig anstellt, kann jedoch auf diese Weise neue Kunden gewinnen und die bestehenden Kunden langfristig für den Shop begeistern.

 

Produktplatzierung: Mehrwert mit Kaufempfehlung verknüpfen

Typische Kundenmagazine kennen viele Verbraucher aus Apotheken oder Supermärkten. Sie funktionieren ähnlich wie ein guter Blog. In manchen Branchen machen sie sogar Zeitschriften Konkurrenz. Dort werden bestimmte (aktuelle) Themen redaktionell aufbereitet. So entstehen Verbindungen zwischen dem Inhalt und den Produkten, anstatt nur auf neue Produkte hinzuweisen – wie etwa in einem Werbeblatt. Bekannte Beispiele sind saisonale Rezepte oder Gesundheitstipps mit ausgewählten Produktplatzierungen. Auf diese Weise funktionieren die vorgestellten Produkte oder Dienstleistungen eher wie Empfehlungen, die aber bewusst betrachtet werden. Reine Werbeanzeigen blenden Leser dagegen schnell aus.

Ein gelungenes Beispiel für einen interessanten und passenden Blogartikel ist beispielsweise folgender Ratgeber zum Thema „Bettgröße: Welche ist richtig?“ im Blog eines Matratzenshops. Der Artikel erläutert, welche Matratze in welchem Alter richtig ist und wann das Bett zu klein wird. Hier kann der Kunde sehr gut einen Bezug zum Thema herstellen. Ein guter Blog-Beitrag schafft dabei den Spagat zwischen Information und Werbung.

 

Design und Layout: Einheitliche und stimmige Gestaltung

Auch im Hinblick auf die optische Gestaltung ist der Blogartikel ebenfalls ein gutes Beispiel. So ist es beispielsweise wichtig, bei der Gestaltung der Blog Posts auf eine einheitliche Farbgebung zu achten, wie es hier durch die Verwendung der Farbe Grün der Fall ist. Auf diese Weise ist die Corporate Identity des Unternehmens auch im Blog wiederzufinden. Diese Anpassung lässt den Blog einheitlich und stimmig erscheinen. Durch ein durchgängiges Farbkonzept und die Nutzung von Bildern oder Grafiken kann so das Branding unterstützt werden.

Die Bildsprache ist spielt ebenfalls eine große Rolle. Alle Bilder sollten zueinander passen und gleichzeitig auch in Einklang mit dem Corporate Design und dem allgemeinen Image des Unternehmens sein.

 

Content: Interessante Themen gut aufbereitet

Wer sich die Arbeit macht, einen Blog zu betreiben, sollte seinen Kunden mit den Artikeln auch etwas bieten. Die Leser wollen Mehrwert. Kunden merken, wenn der Text oberflächlich geschrieben und schlecht recherchiert ist oder der Autor schlichtweg keine Ahnung von dem Thema hatte. Besteht ein Beitrag nur aus einer Aneinanderreihung von Textfragmenten, bei denen weder eine Gliederung noch ein roter Faden zu erkennen ist, bleiben die Leser aus.

Ein guter Blogartikel enthält außerdem visuell auflockernde Elemente wie

  • Textboxen
  • Bilder
  • Aufzählungen
  • eingebettete Videos
  • Infografiken

Stammleser lassen sich nur mit interessanten und gut aufbereiteten Themen gewinnen und halten.

Lesbarkeit erhalten

In erster Linie kommt es auf die Inhalte an. Gleichzeitig muss der User sie aber auch einfach aufnehmen können. Der Artikel sollte so lang sein wie nötig, um den Leser zu informieren, ohne ihn mit unnötigen Details zu langweilen. Verwendete Bilder sollten aussagekräftig sein. Der Umgang mit Werbebotschaften ist heikel. Sie sollten dezent in den Artikel eingearbeitet sein, ohne dabei zu sehr im Vordergrund zu stehen.

Die Verwendung unterschiedlicher Vorlagen kann dabei helfen, Varianz in die Formate der Artikel zu bringen. So kann ein Thema zum Beispiel als Ratgeber präsentiert werden, ein anderes als DIY-Anleitung, vielleicht sogar mit einem ergänzenden Video. Noch ein anderes Thema könnte dann in Form eines Experteninterviews im Blog veröffentlicht werden.

 

Suchintention: Was der Leser denkt

Der allerwichtigste Tipp für einen guten Blogartikel lautet, sich in die Lage der Leser zu versetzen. Die besten Tipps und Kniffe sind wertlos, wenn der Autor eines Blogartikels für einen Online-Shop seine Zielgruppe  und deren Bedürfnisse nicht versteht.

Ein guter Shop-Blog dient also zweierlei Zielen: Kundenservice und Umsatzkurbel. Gute Texte veranlassen die Kunden immer wieder zu kommen, die Inhalte zu teilen und sie so weiterzuempfehlen. Das heißt auch, dass Artikel, die mit dem Shop und seiner Produktpallette nichts zu tun haben, nichts im begleitenden Blog zu suchen haben.

 

Wachstum: Qualität statt Quantität

Manche Blogger schreiben täglich, andere veröffentlichen pünktlich jede Woche einen neuen Post. Doch einen mittelmäßigen Artikel zu veröffentlichen, nur um eine Verpflichtung zu erfüllen, ist auf Dauer schädlich. Gut recherchierte und gegliederte Beiträge sind diejenigen, die Erfolg haben. Wenn die Erstellung dann etwas länger dauert, wiegt die Qualität den Mehraufwand schnell auf. Kurz gesagt: Die Veröffentlichung hochwertiger Artikel ist entscheidender als eine Höhe Veröffentlichungsquote.

 

Was leistet ein Blog für den Shop?

Warum Shop-Betreiber neben ihrem Onlineshop einen Blog erstellen, hat viele Gründe. Die meisten wollen:

  • Produktinformationen veröffentlichen
  • Neuheiten präsentieren
  • Kunden binden
  • Kaufentscheidung beeinflussen

Einige der genannten Motive sind sicherlich lobenswert. Doch hat sich in den letzten Jahren ein gewisser Automatismus eingestellt. Viele Blogs verlieren den Kunden als wichtigsten Fokus aus den Augen. Deshalb sollte die eigene Zielgruppe und ihre Interessen und Wünsche bei der Erstellung jedes Blog Posts berücksichtigt werden.

 

Copywriting: Texte von der Konkurrenz abgekupfert

Gegen das Abgucken von Content-Ideen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, solange keine Plagiate vorliegen. Schließlich macht sich auch die Konkurrenz umfangreiche Gedanken über die Interessen der Zielgruppe.

Doch das Ergebnis darf am Ende keine schlechte Kopie sein. Es gibt viele Möglichkeiten Texte zu erweitern, thematische Updates einzubinden, den Artikel aus einer anderen Perspektive zu schreiben  oder durch zusätzliche visuelle Medien aufzuwerten.

 

So nicht! – Häufige Fehlerquellen für Blogs

Es gibt mittlerweile sehr viele positive Beispiele für Onlineshops, die einen guten Blog betreiben, aber überall im Netz finden sich Negativbeispiele für Shop-Blogs. Wahrscheinlich hat jeder schon einmal einen erlebt: Unpassende Stock-Bilder, Textlawinen mit Endlos-Sätzen ohne Informationsgehalt.  Die Betreiber vergessen schon beim Verfassen der Texte, für wen sie eigentlich schreiben. Das Resultat: Mit einem Klick ist der Nutzer weg.

Besonders nervig sind Shops, die belanglosen Werbesprech einsetzen. Jeder hat demzufolge den besten Shop mit den günstigsten Preisen. Wer seine Kunden nicht für vollständig verblödet hält, sollte sich etwas Besseres einfallen lassen.

Häufig vergessen diese Blogbetreiber, dass es nicht nur Schnäppchenjäger unter den Kunden gibt, die sich sehr gut mit Inhalten auskennen. Vielen Usern sind Service, Sympathie und Vertrauen viel wichtiger als der günstigste Preis. Mit fundierten Hintergrundinformationen zu relevanten Themengebieten kann man sich hingegen als kompetenten Ansprechpartner präsentieren.

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