
Lohnt sich eine Holding für dich?
Beschreib deine GmbH, der Rechner vergleicht Holding, Direktbesitz und Gewinn in der GmbH über die Jahre.
Mit KI ausfüllen
Stand: · Körperschaftsteuer bis 2032 und Mindesthebesatz ab 2027 eingerechnet
Holding-Rechner
Deine GmbH
Vor Körperschaft- und Gewerbesteuer, nach deinem Geschäftsführergehalt. Einen Verlust trägst du mit Minus ein.
Steht auf der Website der Gemeinde, in der deine GmbH ihren Sitz hat.
Was du dir jedes Jahr als Ausschüttung auszahlst, vor Steuern. Gleich in allen drei Wegen.
Das sind 2.500 € im Monat, vor Steuern.
Anlage
Was wird angelegt?
Thesaurierender Aktienfonds: besteuert beim Verkauf am Ende, mit Teilfreistellung.
Vor Steuern, gleich privat, in der GmbH und in der Holding.
Zeitraum
Wie viele Jahre der Rechner vergleicht, ab dem ersten Jahr.
Deine Holding
Wie entsteht die Holding?
Neu gegründet hält die Holding die GmbH von Anfang an. Bringst du eine bestehende GmbH ein, ist das ein Anteilstausch mit sieben Jahren Sperrfrist.
Verkauf
Dein Ergebnis
Einkommensteuer 2027: Entwurf vom 2. September 2026
Rechnerisch liegt die Holding bei diesen Angaben nach 10 Jahren ca. 54.297 € vorn, solange das Geld in der Struktur bleibt. Wird am Ende alles an dich ausgezahlt, liegt sie ca. 72.891 € dahinter.
- Holding gegenüber Direkt halten nach 10 Jahren
- +54.297€solange das Geld in GmbH und Holding bleibt · gegenüber In GmbH lassen: −43.112 €
- Holding gegenüber Direkt halten, wenn am Ende alles ausgezahlt wird
- −72.891€nach der Steuer auf die Ausschüttung an dich im letzten Jahr
- Rechnerischer Break-even
- 64.762€Gewinn pro Jahr, ab dem die Holding nach 10 Jahren in der Struktur vor Direkt halten liegt, mit voll gezahlter Entnahme
- Kosten der Holding pro Jahr
- 1.478€in Jahr 1–3; ab Jahr 4 geschätzt: 2.749 € · einmalig 732 €
Vor einer Holding genau hinschauen
Rechnerisch liegt die Holding bei diesen Angaben ab 2026 vor dem Direktbesitz, solange das Geld in der Struktur bleibt. Wird am Ende alles an dich ausgezahlt, liegt sie ca. 72.891 € dahinter. Den Gewinn ohne Holding in der GmbH zu lassen liegt bei diesen Angaben ca. 43.112 € vor ihr. Ob eine Holding zu deinen Plänen passt, etwa für einen Verkauf oder mehrere Beteiligungen, klärst du am besten mit einem Steuerberater.
- Direkt halten
- Mit Holding
- In GmbH lassen
Dein Vermögen am Ende jedes Jahres, je Weg
In der Struktur: Ende 2035 liegt Direkt halten bei 432.773 €, Mit Holding bei 487.069 € und In GmbH lassen bei 530.181 €.
| Jahr | Direkt halten | Mit Holding | In GmbH lassen |
|---|---|---|---|
| 2026 | 33.377 € | 37.506 € | 40.175 € |
| 2027 | 68.393 € | 76.452 € | 82.127 € |
| 2028 | 105.425 € | 118.197 € | 127.022 € |
| 2029 | 144.840 € | 161.978 € | 174.986 € |
| 2030 | 186.751 € | 208.771 € | 226.221 € |
| 2031 | 231.271 € | 258.754 € | 280.854 € |
| 2032 | 278.522 € | 312.108 € | 339.103 € |
| 2033 | 327.787 € | 367.828 € | 399.935 € |
| 2034 | 379.169 € | 426.111 € | 463.582 € |
| 2035 | 432.773 € | 487.069 € | 530.181 € |
Was mit dem Gewinn passiert
Das erste Jahr, 2026, mit 100.000 € Gewinn der GmbH, für jeden der drei Wege.
| Direkt halten | Mit Holding | In GmbH lassen | |
|---|---|---|---|
| Gewinn der GmbH | 100,00 | 100,00 | 100,00 |
| Körperschaftsteuer der GmbH | 15,00 | 15,00 | 15,00 |
| Soli der GmbH | 0,83 | 0,83 | 0,83 |
| Gewerbesteuer der GmbH | 14,00 | 14,00 | 14,00 |
| Ausschüttung an dich oder die Holding | 70,18 | 70,18 | 30,00 |
| Steuern der Holding | entfällt | 0,46 | entfällt |
| Kosten der Holding | entfällt | 1,92 | entfällt |
| Bei dir ausgezahlt | 70,18 | 30,00 | 30,00 |
| Deine Steuer darauf | 7,87 | 1,07 | 1,07 |
| Verbrauchst du (Entnahme nach Steuer) | 28,93 | 28,93 | 28,93 |
| Legst du privat an | 33,38 | 0,00 | 0,00 |
| Bleibt angelegt in GmbH oder Holding | 0,00 | 37,80 | 40,17 |
Die Kapitalertragsteuer, die die GmbH auf die Ausschüttung an die Holding einbehält, ist hier nicht abgezogen: Die Holding bekommt sie mit ihrer Veranlagung zurück.
Was die Holding anlegt
Steuer auf einen Jahresertrag 2026: privat mit Abgeltungsteuer, in der GmbH bei 400 % Hebesatz und in der Holding bei 400 %, Aktien und ETF beim Verkauf. Darunter die Last, wenn das Geld danach an dich ausgezahlt wird.
| Anlage | Privat | In der GmbH | In der Holding |
|---|---|---|---|
| Zinsen | 26,38 % | 29,83 %aus der GmbH an dich ausgezahlt: 48,33 % ausgezahlt | 29,83 %aus der Holding an dich ausgezahlt: 48,33 % ausgezahlt |
| Dividenden unter 10 % | 26,38 % | 29,83 %aus der GmbH an dich ausgezahlt: 48,33 % ausgezahlt | 29,83 %aus der Holding an dich ausgezahlt: 48,33 % ausgezahlt |
| Aktien, Kursgewinn | 26,38 % | 1,49 %aus der GmbH an dich ausgezahlt: 27,47 % ausgezahlt | 1,49 %aus der Holding an dich ausgezahlt: 27,47 % ausgezahlt |
| Aktien-ETFdeine Wahl | 18,46 % | 11,57 %aus der GmbH an dich ausgezahlt: 34,89 % ausgezahlt | 11,57 %aus der Holding an dich ausgezahlt: 34,89 % ausgezahlt |
In einer Gesellschaft fällt die Steuer auf die Ausschüttung an dich erst an, wenn du das Geld herausnimmst; bis dahin arbeitet der höhere Betrag weiter. Zinsen und Dividenden aus kleinen Aktienpaketen sind dort voll steuerpflichtig. Bei niedrigem Hebesatz und sinkender Körperschaftsteuer kann Zinsertrag dort trotzdem niedriger besteuert sein als privat.
Kosten der Holding
Über 10 Jahre rechnet der Rechner mit 24.408 € Kosten der Holding, einmalige und laufende zusammen.
Einmalig
Notar für die Gründung
245,60 € netto + 44,95 € Umsatzsteuer · KV 21200 GNotKG
290,55 €
Handelsregister
GV 2100 HRegGebV
300,00 €
Einrichtung des Jahresabschlusses
119,00 € netto + 22,61 € Umsatzsteuer
141,61 €
Einmalig zusammen732,16 €
Davon trägst du 290,55 € privat: Beim Musterprotokoll übernimmt die Gesellschaft Gründungskosten nur bis 300 €, der Rest ist für sie keine Betriebsausgabe.
Jedes Jahr, Jahr 1–3
Jahresabschluss und Steuererklärungen
849,00 € netto + 161,31 € Umsatzsteuer
1.010,31 €
Geschäftskonto
Schätzung ·
240,00 €
Offenlegung im Unternehmensregister
28,00 €
IHK-Beitrag
Schätzung ·
180,00 €
Transparenzregister
19,80 €
Im Jahr zusammen1.478,11 €
Jedes Jahr ab Jahr 4
Jahresabschluss und Steuererklärungen
1.916,80 € netto + 364,19 € Umsatzsteuer · Schätzung ·
2.280,99 €
Geschäftskonto
Schätzung ·
240,00 €
Offenlegung im Unternehmensregister
28,00 €
IHK-Beitrag
Schätzung ·
180,00 €
Transparenzregister
19,80 €
Im Jahr zusammen2.748,79 €
Eine reine Finanzholding kann keine Vorsteuer abziehen: Die Umsatzsteuer auf Notar und Jahresabschluss ist für sie Kosten und hier eingerechnet.
Jahresabschluss in Jahr 1–3 zum Festpreis aus unserem Angebot, 849 € netto im Jahr, Stand ; danach eine Schätzung nach der Steuerberatervergütungsverordnung (Mittelgebühr).
Hinweise zu deiner Rechnung
Für deine Ausschüttungen ab 2027 rechnet der Rechner mit dem Einkommensteuertarif aus dem Regierungsentwurf und behält ihn für spätere Jahre bei. Körperschaftsteuer und Mindesthebesatz sind beschlossen. Wird der Entwurf nicht verabschiedet, gilt der Tarif 2026 weiter.
Auch bei einer Holding behält die GmbH 25 % Kapitalertragsteuer mit Soli ein, im ersten Jahr 18.508,65 €. Die Holding bekommt sie mit ihrer Veranlagung zurück, meist ohne Zinsen und erst im Folgejahr; so rechnet der Rechner bei „Erstattung im Folgejahr“. Ist die Kapitalertragsteuer auf Dauer höher als die Steuer der Holding, stellt ihr Finanzamt auf Antrag eine Bescheinigung aus, und es wird nichts einbehalten. Unter Weitere Angaben stellst du das um.
Eine reine Finanzholding, die nur Beteiligungen hält, ist keine Unternehmerin im Sinne der Umsatzsteuer und kann keine Vorsteuer abziehen: Die Umsatzsteuer auf den Jahresabschluss, in den ersten Jahren 161,31 € im Jahr, ist für sie Kosten. Eine geschäftsleitende Holding, die ihren Töchtern Leistungen gegen Entgelt erbringt, kann sie abziehen, oft nur anteilig (EuGH, Larentia + Minerva, C-108/14 und C-109/14). Unter Weitere Angaben stellst du das um.
Für den Jahresabschluss der Holding rechnet der Rechner in den ersten 3 Jahren nach der Eintragung mit dem Festpreis aus unserem Angebot, 849 € netto im Jahr. Danach gilt das Angebot nicht mehr; ab dann nimmt er eine Schätzung nach der Steuerberatervergütungsverordnung für eine kleine Holding, 1.916,80 € netto (Mittelgebühr für Jahresabschluss mit Anhang, E-Bilanz, Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung); mit wachsender Bilanzsumme steigt das Honorar. Mit Offenlegung, Transparenzregister, IHK und Konto sind das 1.478,11 € im Jahr, ab dem vierten Jahr 2.748,79 €. Eigene Kosten trägst du unter Weitere Angaben ein.
Den Aufschub der Steuer auf nicht entnommenen Gewinn hast du auch ohne Holding: Schüttet die GmbH nur deine Entnahme aus und legt den Rest selbst an, fallen weder die Steuer der Holding auf die Ausschüttung noch ihre Kosten an. Der Weg „In GmbH lassen“ zeigt das; die Holding liegt ihm gegenüber in der Struktur bei −43.112 €. Ihre eigenen Stärken sind der Verkauf der GmbH mit zu 95 % steuerfreiem Gewinn, Geld außerhalb des Risikos der operativen GmbH und mehrere Beteiligungen unter einem Dach.
Viele gründen eine Holding nicht wegen der Steuer: Gewinne liegen dort außerhalb der Haftung der operativen GmbH, mehrere Gesellschaften lassen sich unter einem Dach halten und später einzeln verkaufen. Diese Gründe rechnet der Rechner nicht in Euro; bei deiner Entscheidung zählen sie mit.
Mit einem Gewinnabführungsvertrag über mindestens fünf Jahre versteuert die Holding den Gewinn der GmbH selbst: keine Ausschüttung, keine 5 % nach § 8b KStG, keine Kapitalertragsteuer, und Verluste einer Gesellschaft lassen sich mit Gewinnen der anderen verrechnen. Dafür braucht die Holding die Mehrheit der Stimmrechte vom Beginn des Wirtschaftsjahres an, und der Vertrag muss eingetragen und über die ganze Laufzeit durchgeführt werden. Der Rechner vergleicht ohne Organschaft.
Ein thesaurierender ETF löst jedes Jahr eine Vorabpauschale aus, privat wie in GmbH und Holding: für 2026 70 % eines Basiszinses von 3,2 % auf den Wert zu Jahresbeginn, höchstens der Wertzuwachs. Sie wird jährlich versteuert; der Rechner versteuert den ganzen Gewinn erst am Ende, in Wirklichkeit fällt ein Teil der Steuer früher an.
Der Rechner kennt die Einkommensteuer bis 2027 und die Körperschaftsteuer bis 2032. Spätere Jahre bis 2035 rechnet er mit diesen Werten weiter, ebenso mit deinem Hebesatz. Was sich bis dahin am Tarif oder an den Sätzen ändert, ist heute nicht absehbar.
Für Ausschüttungen an dich rechnet der Rechner das Teileinkünfteverfahren mit, wo es die niedrigere Steuer ergibt. Bei der Holding nimmt er an, dass du sie zu 100 % hältst; direkt zählt dein Anteil von 100 %. Das Verfahren braucht einen Antrag und mindestens 25 % Anteil oder mindestens 1 % und eine berufliche Tätigkeit für die Gesellschaft mit maßgeblichem Einfluss; ob die Arbeit nur für die Tochter-GmbH dafür reicht, ist nicht abschließend geklärt.
Das Stammkapital der Holding von 25.000 € zahlst du einmal ein; der Rechner zieht es nicht ab und legt es nicht an. Über das steuerliche Einlagekonto kann es später steuerfrei an dich zurückfließen.
Nicht enthalten: Immobilien in der GmbH, für die eine vermögensverwaltende GmbH einen eigenen Weg geht, ein Geschäftsführergehalt bei der Holding, Leistungen zwischen den Gesellschaften und verdeckte Gewinnausschüttungen, Erbschaft- und Schenkungsteuer und der Wegzug ins Ausland nach § 6 AStG.
Allgemeine Steuerinformation, keine Steuerberatung. Unverbindliche Schätzung, Stand .
Körperschaft- und Gewerbesteuer nach KStG und GewStG mit den beschlossenen Sätzen bis 2032, § 8b KStG und § 9 Nr. 2a GewStG für die Holding, deine Steuer nach § 32a und § 32d EStG; nachgerechnet an Beispielen, Schritt für Schritt von Hand.
Nicht enthalten: Organschaft, Geschäftsführergehalt bei der Holding, Immobilien in der GmbH, die Vorabpauschale, Erbschaftsteuer und Wegzug, verdeckte Gewinnausschüttungen und eine Kappung der Kirchensteuer.
Holding gegenüber Direkt halten nach 10 Jahren: ca. +54.297 € in der Struktur, ca. −72.891 € wenn alles ausgezahlt wird. Kosten der Holding: 1.478 € im Jahr
Kurz gesagt
Eine Holding schiebt die Steuer auf Gewinne auf, die im Unternehmen bleiben: Ausschüttungen an sie sind zu 95 % steuerfrei, bei 400 % Hebesatz zahlt sie auf eine Ausschüttung 1,491 %, du privat 26,375 %. Bei 100.000 € Gewinn, 30.000 € Entnahme im Jahr und einem Aktien-ETF als Anlage liegt die Holding nach 10 Jahren rechnerisch ca. 54.297 € vor dem Direktbesitz, solange das Geld in der Struktur bleibt. Wird am Ende alles an dich ausgezahlt, liegt sie ca. 72.891 € dahinter. Lässt du den Gewinn ohne Holding in der GmbH, liegst du in der Struktur sogar ca. 43.112 € vor der Holding: Dann fallen ihre Steuer auf die Ausschüttung und ihre Kosten weg, hier 1.478 € im Jahr, ab dem vierten Jahr 2.749 €. Ihre Stärken liegen beim Verkauf der GmbH, bei mehreren Beteiligungen und darin, Geld aus dem Risiko des operativen Geschäfts zu holen.
Sechs Regeln, die über deine Holding entscheiden
- § 8b KStG
Zu 95 % steuerfrei, 5 % versteuert
Ausschüttungen an deine Holding-GmbH sind zu 95 % steuerfrei, wenn sie zu Beginn des Kalenderjahres mindestens 10 % hält. Die übrigen 5 % gelten als nicht abziehbare Betriebsausgaben: bei 400 % Hebesatz 1,491 % Steuer auf die Ausschüttung statt 26,375 % privat.
- § 9 Nr. 2a GewStG
15 % zu Jahresbeginn für die Gewerbesteuer
Bei der Gewerbesteuer braucht die Holding 15 % zu Beginn des Erhebungszeitraums; einen Erwerb im Lauf des Jahres rechnet das Gesetz hier nicht zurück. Darunter zahlt sie Gewerbesteuer auf die ganze Ausschüttung, bei 400 % 14,791 % statt 1,491 %.
- § 22 UmwStG
7 Jahre Sperrfrist nach dem Anteilstausch
Bringst du eine bestehende GmbH per Anteilstausch ein und verkauft die Holding sie innerhalb von 7 Jahren, versteuerst du rückwirkend einen Einbringungsgewinn II, je abgelaufenem Jahr ein Siebtel weniger. Gründest du die Holding zuerst, gibt es diese Frist nicht.
- § 23 KStG
10 % Körperschaftsteuer ab 2032
Die Körperschaftsteuer sinkt von 15 % ab 2028 jedes Jahr um einen Punkt, ab 2032 sind es 10 %. Die Steuer der Holding auf eine Ausschüttung fällt bei 400 % von 1,491 % auf 1,228 %.
- § 20 InvStG
Was die Holding anlegt, zählt
Einen Aktien-ETF stellt das Gesetz in einer GmbH zu 80 % von der Körperschaftsteuer und zu 40 % von der Gewerbesteuer frei, privat zu 30 %. Bei 400 % trägt ein ETF-Gewinn in der Holding so 11,565 %, privat 18,463 %.
- § 44a EStG
Kapitalertragsteuer kommt später zurück
Auch an die Holding behält die GmbH 25 % Kapitalertragsteuer plus Soli ein; zurück kommt sie erst mit der Veranlagung der Holding. Eine Bescheinigung nach § 44a Abs. 5 EStG erspart den Abzug, wenn die Kapitalertragsteuer bei der Holding dauerhaft höher wäre als ihre Körperschaftsteuer.
Ab wann lohnt sich eine Holding? Break-even statt Faustregel
Kurz: Eine feste Gewinngrenze gibt es nicht. Die Holding schiebt die Steuer auf die Ausschüttung auf, solange das Geld bei ihr bleibt; dagegen stehen ihre Kosten. Bei 100.000 € Gewinn, 400 % Hebesatz, 30.000 € Entnahme im Jahr und einem Aktien-ETF liegt sie nach 10 Jahren rechnerisch ca. 54.297 € vor dem Direktbesitz, solange das Geld in der Struktur bleibt, und ca. 72.891 € dahinter, wenn am Ende alles an dich ausgezahlt wird.
| Weg | In der Struktur | Alles ausgezahlt | Steuern zusammen | Kosten der Holding |
|---|---|---|---|---|
| Direkt halten, ausschütten, privat anlegen | 432.773 € | 432.773 € | 367.342 € | – |
| Direkt halten, Gewinn in der GmbH lassen | 530.181 € | 390.253 € | 288.324 € | – |
| Mit Holding, dort anlegen | 487.069 € | 359.882 € | 289.878 € | 24.408 € |
Der rechnerische Break-even liegt hier bei ca. 64.762 € Gewinn im Jahr: Ab dann liegt die Holding nach 10 Jahren in der Struktur vor dem Direktbesitz, wenn beide Wege deine Entnahme bis zum Ende voll zahlen. Er hängt kaum am Zeitraum, aber stark an der Entnahme, denn aufschieben lässt sich nur, was in der Firma bleibt. Die oft genannten 100.000 € sind eine Faustregel, kein Wert aus dem Gesetz.
| Zeitraum | Gewinn im Jahr ab |
|---|---|
| 5 Jahre | ca. 65.272 € |
| 10 Jahre | ca. 64.762 € |
| 20 Jahre | ca. 63.184 € |
| 30 Jahre | ca. 61.961 € |
Bei anderem Gewinn
| Gewinn im Jahr | Holding gegenüber direkt, in der Struktur | Holding gegenüber direkt, alles ausgezahlt | Holding gegenüber Gewinn in der GmbH |
|---|---|---|---|
| 75.000 € | + 14.840 € | − 51.448 € | − 37.732 € |
| 100.000 € | + 54.297 € | − 72.891 € | − 43.112 € |
| 150.000 € | + 148.131 € | − 102.792 € | − 53.870 € |
| 250.000 € | + 384.535 € | − 97.915 € | − 75.419 € |
Mit deinen eigenen Zahlen zeigt dir der Rechner dasselbe, Jahr für Jahr im Verlauf, mit Break-even und Rechenweg.
Die 1,5-%-Regel und die Grenzen bei 10 und 15 % 95 % steuerfrei, 5 % versteuert
Kurz: 95 % einer Ausschüttung sind bei der Holding-GmbH steuerfrei, die übrigen 5 % gelten als nicht abziehbare Betriebsausgaben (§ 8b Abs. 1, 5 KStG). Auf sie zahlt die Holding Körperschaftsteuer, Soli und Gewerbesteuer, bei 400 % Hebesatz 1,491 % der Ausschüttung. Daher kommt die Faustregel „1,5 %“; bei niedrigerem Hebesatz ist es weniger, bei höherem mehr.
| Hebesatz der Holding | ab 15 % | 10 % bis unter 15 % | unter 10 % |
|---|---|---|---|
| 200 %, Mindesthebesatz 2026 | 1.141,25 € (1,141 %) | 7.791,25 € (7,791 %) | 22.825,00 € (22,825 %) |
| 280 %, Mindesthebesatz ab 2027 | 1.281,25 € (1,281 %) | 10.591,25 € (10,591 %) | 25.625,00 € (25,625 %) |
| 400 %, Beispiel | 1.491,25 € (1,491 %) | 14.791,25 € (14,791 %) | 29.825,00 € (29,825 %) |
| 490 %, München | 1.648,75 € (1,649 %) | 17.941,25 € (17,941 %) | 32.975,00 € (32,975 %) |
| Du privat, Abgeltungsteuer | 26.375,00 € (26,375 %) | 26.375,00 € (26,375 %) | 26.375,00 € (26,375 %) |
- 10 % für die Körperschaftsteuer: Die Holding muss zu Beginn des Kalenderjahres unmittelbar mindestens 10 % halten (§ 8b Abs. 4 KStG). Erwirbt sie im Lauf des Jahres auf einmal mindestens 10 %, gilt das als zu Jahresbeginn erworben. Darunter ist die Ausschüttung voll steuerpflichtig.
- 15 % für die Gewerbesteuer: Die Kürzung braucht mindestens 15 % zu Beginn des Erhebungszeitraums (§ 9 Nr. 2a GewStG), ohne Rückrechnung für einen Erwerb im Lauf des Jahres. Darunter rechnet die Gemeinde die Ausschüttung wieder hinzu (§ 8 Nr. 5 GewStG).
- Verkauf ohne Mindestbeteiligung: Gewinne aus dem Verkauf von Anteilen sind zu 95 % steuerfrei, gleich wie hoch die Beteiligung ist (§ 8b Abs. 2, 3 KStG).
Unter 10 % zahlt die Holding bei 400 % also mehr als du privat. Die Steuer auf die Ausschüttung ist damit nicht erledigt: Gibt die Holding das Geld an dich weiter, zahlst du sie wie bei jeder GmbH.
Was kostet eine Holding? Gründung, Jahresabschluss, Offenlegung und IHK
Kurz: Eine Holding-GmbH kostet bei der Gründung mit Musterprotokoll 732,16 € und danach 1.478,11 € im Jahr, ab dem vierten Jahr 2.748,79 €. Den größten Teil macht der Jahresabschluss aus.
| Posten | Grundlage | Betrag |
|---|---|---|
| Notar für die Gründung | KV 21200 GNotKG | 290,55 € |
| Handelsregister | GV 2100 HRegGebV | 300,00 € |
| Einrichtung des Jahresabschlusses über firma.de | 141,61 € |
| Posten | Jahr 1 bis 3 | ab Jahr 4 |
|---|---|---|
| Jahresabschluss und Steuererklärungen | 1.010,31 € | 2.280,99 € (geschätzt) |
| Geschäftskonto (geschätzt) | 240,00 € (geschätzt) | 240,00 € (geschätzt) |
| Offenlegung im Unternehmensregister | 28,00 € | 28,00 € |
| IHK-Beitrag (geschätzt) | 180,00 € (geschätzt) | 180,00 € (geschätzt) |
| Transparenzregister | 19,80 € | 19,80 € |
| Zusammen im Jahr | 1.478,11 € | 2.748,79 € |
In den ersten 3 Jahren rechnet der Rechner mit dem Festpreis, zu dem eine Partner-Steuerkanzlei über firma.de den Jahresabschluss für die Holding erstellt: 849 € netto im Jahr, 1.010,31 € mit Umsatzsteuer. Das Angebot gilt bis drei Jahre nach der Eintragung ins Handelsregister. Danach nimmt er die Mittelgebühr der Steuerberatervergütungsverordnung für Jahresabschluss mit Anhang, E-Bilanz, Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung: 1.916,80 € netto, 2.280,99 € mit Umsatzsteuer, geschätzt bei 50.000 € Beteiligungserträgen und 100.000 € Bilanzsumme, also für eine kleine Holding; mit wachsender Bilanzsumme steigt das Honorar. Die Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften stehen einer reinen Beteiligungsholding nicht offen (§ 267a Abs. 3 Nr. 3 HGB); sie stellt deshalb auch einen Anhang auf und legt mehr offen. Was eine Kanzlei für deinen Fall verlangt, schätzt der Steuerberaterkosten-Rechner; im Rechner kannst du eigene Kosten eintragen.
Eine Holding-UG kostet bei der Gründung 606,50 €, mit Satzung statt Musterprotokoll sind es für die GmbH 1.171,75 €. Bringst du eine bestehende GmbH ein, kommen Satzung, Sachgründung und die Abtretung der Anteile dazu: bei 800.000 € Wert 3.693,50 € allein für die Abtretung, zusammen 5.045,25 €. Als grobe Faustregel ist erst ab ca. 5.940 € Ausschüttung im Jahr, die in der Holding bleibt, der aufgeschobene Betrag so groß wie die Kosten der ersten Jahre; gespart ist er nicht, er wird bei der Auszahlung fällig. Die Gründung selbst läuft über Holding gründen.
Holding oder Gewinn einfach in der GmbH lassen? Der Vergleich, den viele Rechner auslassen
Kurz: Den niedrigen Steuersatz der GmbH bekommt jeder Gewinn, der in der Firma bleibt, auch ohne Holding. Lässt deine GmbH alles, was du nicht entnimmst, bei sich und legt es selbst an, liegt sie im Beispiel nach 10 Jahren in der Struktur ca. 43.112 € vor der Holding: Es fehlen die Kosten der Holding und ihre 1,491 % auf die Ausschüttung.
| Fall | In der Struktur | Alles ausgezahlt |
|---|---|---|
| Ohne Verkauf, 10 Jahre | − 43.112 € | − 30.371 € |
| Verkauf für 2.000.000 € nach 10 Jahren | + 640.989 € | − 15.276 € |
Wird die GmbH verkauft, dreht sich das: Verkaufst du sie selbst, sind 60 % des Gewinns bei dir steuerpflichtig, verkauft deine Holding, nur 5 % bei ihr. Solange der Erlös in der Holding bleibt, liegt sie dann weit vorn.
Holding statt Gewinn in der GmbH
Pro
- Verkauf der GmbH zu 95 % steuerfrei bei der Holding
- Ausgeschüttetes Geld liegt nicht mehr im Risiko des operativen Geschäfts
- Mehrere Beteiligungen unter einem Dach, Gewinne der einen für die andere
- Nachfolge und Verkauf einzelner Teile lassen sich trennen
Contra
- Kosten für Gründung und einen zweiten Jahresabschluss
- 1,491 % Steuer auf jede Ausschüttung an die Holding
- Kapitalertragsteuer kommt erst mit der Steuererklärung zurück
- Geld, das du privat brauchst, wird zweimal ausgeschüttet
Haftung, mehrere Beteiligungen und Nachfolge rechnet der Rechner nicht mit; ob sie für dich den Ausschlag geben, klärst du am besten in einer Beratung durch einen Steuerberater. Die Steuern der GmbH allein, mit und ohne Ausschüttung, zeigt der GmbH-Steuerrechner.
Verkauf der GmbH: mit und ohne Holding § 17 EStG, § 8b KStG und die Sperrfrist
Kurz: Verkaufst du deine GmbH privat, sind 60 % des Gewinns mit deinem Steuersatz steuerpflichtig (§ 17, § 3 Nr. 40 EStG). Verkauft deine Holding, sind es 5 % mit Körperschaft- und Gewerbesteuer (§ 8b Abs. 2, 3 KStG). Das Geld liegt dann aber in der Holding.
| Du verkaufst privat | Die Holding verkauft | |
|---|---|---|
| Kaufpreis | 2.000.000 € | 2.000.000 € |
| Anschaffungskosten | 25.000 € | 25.000 € |
| Veräußerungsgewinn | 1.975.000 € | 1.975.000 € |
| Davon steuerpflichtig | 1.185.000 € (60 %) | 98.750 € (5 %) |
| Steuer | 561.884 € | 24.234 € |
| Bleibt nach Steuer | 1.438.117 € | 1.975.766 € |
Mit Verkauf liegt die Holding im Beispiel nach 10 Jahren in der Struktur ca. 602.991 € vor dem Direktbesitz. Holst du den Erlös privat heraus, zahlst du die Steuer auf die Ausschüttung, und sie liegt ca. 53.274 € dahinter. Der Verkauf über die Holding hilft also vor allem, wenn das Geld danach in der Holding weiterarbeitet.
Sperrfrist: 7 Jahre nach dem Anteilstausch
Hast du eine bestehende GmbH per Anteilstausch zum Buchwert eingebracht (§ 21 UmwStG) und verkauft die Holding sie innerhalb von 7 Jahren, versteuerst du rückwirkend im Jahr der Einbringung einen Einbringungsgewinn II (§ 22 Abs. 2 UmwStG): den Wert bei der Einbringung minus deine Anschaffungskosten, für jedes abgelaufene Jahr ein Siebtel weniger, davon 60 % steuerpflichtig. Er erhöht die Anschaffungskosten der Holding, ihr eigener Verkaufsgewinn sinkt entsprechend.
| Verkauf im | Noch zu versteuern | Einbringungsgewinn II | Steuer bei dir | Steuer der Holding |
|---|---|---|---|---|
| 1. Jahr | 7/7 | 775.000 € | 206.775 € | 2.925 € |
| 2. Jahr | 6/7 | 664.286 € | 175.238 € | 4.569 € |
| 3. Jahr | 5/7 | 553.571 € | 143.700 € | 5.997 € |
| 4. Jahr | 4/7 | 442.857 € | 112.548 € | 7.319 € |
| 5. Jahr | 3/7 | 332.143 € | 83.113 € | 8.509 € |
| 6. Jahr | 2/7 | 221.429 € | 53.679 € | 9.587 € |
| 7. Jahr | 1/7 | 110.714 € | 23.344 € | 10.559 € |
Ein Verkauf im 3. Jahr kostet dich so 143.700 €. Zinsen fallen darauf praktisch nicht an: Der Zinslauf beginnt erst 15 Monate nach dem Jahr des Verkaufs (§ 233a Abs. 2a AO). Gezählt wird ab dem Übergang der Anteile, eine Rückbeziehung wie bei anderen Einbringungen gibt es beim Anteilstausch nicht. Gründest du die Holding zuerst und sie dann die GmbH, gibt es keine Sperrfrist. Plan einen Verkauf mit einer Beratung durch einen Steuerberater, bevor der Notar beurkundet.
Anteilstausch: wann die GmbH ausschütten sollte Das erste Jahr nach der Einbringung
Kurz: Hält die Holding die Anteile zu Beginn ihres Erhebungszeitraums noch nicht, etwa weil es sie schon vor der Einbringung gab, fehlt ihr für die Gewerbesteuer im ersten Jahr die Beteiligung von 15 %, und eine Ausschüttung in diesem Jahr trägt volle Gewerbesteuer. Der Rechner rechnet so, auch für eine neu gegründete Holding. Im Beispiel kostet die Ausschüttung von 70.175,00 € im Jahr der Einbringung dann 9.324,00 € mehr.
Der Bundesfinanzhof hat für eine schon bestehende Gesellschaft entschieden, dass die Zeit, die du die Anteile vorher gehalten hast, ihr beim qualifizierten Anteilstausch nicht angerechnet wird (BFH, Urteil vom 17.12.2025, I R 9/23). Ob bei einer neu gegründeten Holding ein abgekürzter erster Erhebungszeitraum hilft, ist damit nicht entschieden; das klärst du mit einem Steuerberater. Für die Körperschaftsteuer reicht dagegen ein Erwerb von mindestens 10 % im Lauf des Jahres (§ 8b Abs. 4 KStG). Rechnerisch günstiger ist es deshalb oft, im Jahr der Einbringung nicht an die Holding auszuschütten, sondern erst im Jahr danach.
Hält die GmbH eigene Grundstücke, kann die Einbringung Grunderwerbsteuer auslösen, denn mindestens 90 % ihrer Anteile gehen auf die Holding über (§ 1 Abs. 3 GrEStG). Ob die Befreiung für Umstrukturierungen im Konzern greift (§ 6a GrEStG, mit Haltefristen von fünf Jahren davor und danach) und wie die seit Juli 2026 geltende Fassung des § 1 Abs. 3b GrEStG den Fall einordnet, gehört vor den Notartermin geprüft.
Mit dem Rechner vergleichst du beide Wege: „Holding neu gründen“ oder „bestehende GmbH einbringen“ mit ihrem Wert. Im Beispiel mit 800.000 € Wert liegt die Holding nach 10 Jahren in der Struktur ca. 34.182 € vor dem Direktbesitz, gegenüber ca. 54.297 € mit neu gegründeter Holding.
Kapitalertragsteuer auf die Ausschüttung an die Holding Einbehalten, angerechnet, ein Jahr später zurück
Kurz: Auch an die Holding behält die GmbH 25 % Kapitalertragsteuer und 5,5 % Soli darauf ein, ungeachtet des § 8b KStG (§ 43 Abs. 1 EStG). Im Beispiel sind das auf 70.175,00 € 18.508,65 €, die der Holding bis zu ihrer Steuererklärung fehlen.
Zurück bekommt die Holding das Geld erst mit ihrer Veranlagung, meist ohne Zinsen (§ 36 Abs. 2 EStG); Erstattungszinsen gibt es erst, wenn der Bescheid später als 15 Monate nach dem Jahresende kommt (§ 233a AO). Der Rechner rechnet die Erstattung ein Jahr später und ohne Zinsen. Mit einer Bescheinigung nach § 44a Abs. 5 EStG, die das Finanzamt ausstellt, wenn die Kapitalertragsteuer bei der Holding auf Dauer höher wäre als ihre Körperschaftsteuer, entfällt der Abzug. Im Beispiel liegt die Holding mit Bescheinigung ca. 9.490 € weiter vorn, weil das Geld ein Jahr früher angelegt ist. Die Befreiung des § 43b EStG gilt nur für Muttergesellschaften in einem anderen EU-Staat.
Körperschaftsteuer ab 2028 und Mindesthebesatz ab 2027 10 % Körperschaftsteuer ab 2032, mindestens 280 % Hebesatz
Kurz: Die Körperschaftsteuer sinkt von 15 % ab 2028 jedes Jahr um einen Punkt auf 10 % ab 2032 (§ 23 Abs. 1 KStG). Ab 2027 gilt ein Mindesthebesatz von 280 % (§ 16 Abs. 4 GewStG). Beides trifft die operative GmbH und die Holding.
| Jahr | Körperschaftsteuer | GmbH bei 400 % | Holding bei 400 % | Holding bei 280 % |
|---|---|---|---|---|
| 2026 | 15 % | 29,83 % | 1,491 % | 1,281 % |
| 2027 | 15 % | 29,83 % | 1,491 % | 1,281 % |
| 2028 | 14 % | 28,77 % | 1,439 % | 1,229 % |
| 2029 | 13 % | 27,72 % | 1,386 % | 1,176 % |
| 2030 | 12 % | 26,66 % | 1,333 % | 1,123 % |
| 2031 | 11 % | 25,61 % | 1,280 % | 1,070 % |
| 2032 | 10 % | 24,55 % | 1,228 % | 1,018 % |
Für die Holding fällt die Steuer auf eine Ausschüttung bei 400 % von 1,491 % auf 1,228 %. Die Steuer, die du auf eine Ausschüttung an dich zahlst, bleibt gleich; der Abstand zwischen beiden wird also eher größer. Beginnt der Vergleich erst 2028, liegt die Holding im Beispiel nach 10 Jahren in der Struktur ca. 57.161 € vor dem Direktbesitz.
Den Mindesthebesatz spürt vor allem eine Holding in einer Gemeinde mit niedrigem Hebesatz: Bei 240 % rechnet der Rechner ab 2027 mit 280 %. Ein eigener Sitz der Holding in einer solchen Gemeinde braucht dort auch eine echte Geschäftsleitung.
Was die Holding anlegt Aktien, ETF, Zinsen und Dividenden in der Holding
Kurz: Was die Holding mit dem Geld macht, entscheidet mit. Kursgewinne auf Aktien sind bei ihr zu 95 % steuerfrei, ein Aktien-ETF teilweise; Zinsen und Dividenden aus kleinen Aktienpaketen sind dagegen voll steuerpflichtig und bei 400 % höher belastet als privat.
| Anlage | Privat | In der Holding | Danach ausgezahlt |
|---|---|---|---|
| Zinsen, Anleihen, Tagesgeld | 26,375 % | 29,825 % | 48,334 % |
| Dividenden aus Aktienpaketen unter 10 % | 26,375 % | 29,825 % | 48,334 % |
| Kursgewinne auf Einzelaktien | 26,375 % | 1,491 % | 27,473 % |
| Thesaurierender Aktien-ETF | 18,463 % | 11,565 % | 34,890 % |
Für einen Aktien-ETF stellt § 20 InvStG in einer GmbH 80 % von der Körperschaftsteuer und 40 % von der Gewerbesteuer frei, privat 30 %; § 8b KStG gilt für Fondserträge nicht (§ 16 Abs. 3 InvStG). Bei 100.000 € Gewinn liegt die Holding nach 10 Jahren in der Struktur mit Einzelaktien ca. 69.854 €, mit ETF ca. 54.297 €, mit Zinsen ca. 45.654 € und ohne Anlage ca. 46.315 € vor dem Direktbesitz.
Bei Zinsen kann es umgekehrt sein: Unter einem Hebesatz von etwa 301 % trägt Zinsertrag in der Holding 2026 weniger Steuer als privat; mit der sinkenden Körperschaftsteuer steigt die Grenze bis 2032 auf etwa 452 %. Verluste aus Aktien kann eine GmbH nicht abziehen (§ 8b Abs. 3 KStG). Die Vorabpauschale eines thesaurierenden ETF rechnet der Rechner nicht; sie richtet sich nach dem Basiszins, 3,20 % für 2026. Die Sätze für deinen Hebesatz stehen im Rechner unter Was die Holding anlegt.
Immobilien in der Holding Ein eigener Weg mit der Immobilien-GmbH
Kurz: Immobilien rechnet dieser Rechner nicht. Eine GmbH, die nur eigenen Grundbesitz verwaltet, kann die erweiterte Kürzung der Gewerbesteuer nutzen (§ 9 Nr. 1 S. 2 GewStG); dazu kommen Abschreibung, Finanzierung und Grunderwerbsteuer. Das ist ein eigener Weg mit eigenen Regeln.
Unter einer Holding kann eine Immobilien-GmbH stehen, und verkauft die Holding deren Anteile, gilt auch hier der Satz von 5 % nach § 8b Abs. 2 KStG. Bringst du eine bestehende Immobilien-GmbH ein, prüf vorher die Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 3 GrEStG. Mehr unter Immobilien-GmbH gründen und Jahresabschluss für die Immobilien-GmbH.
UG oder GmbH als Holding? Günstiger in der Gründung, mit Rücklage
Kurz: Steuerlich behandelt das Gesetz die UG wie eine GmbH, auch beim § 8b KStG. Die Holding-UG ist in der Gründung günstiger, 606,50 € statt 732,16 €, und kommt mit 1.000 € Stammkapital aus. Die laufenden Kosten sind dieselben.
Dafür muss die UG jedes Jahr ein Viertel ihres Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage stellen (§ 5a Abs. 3 GmbHG), bis sie ihr Stammkapital auf 25.000 € erhöht; der Rechner nimmt an, dass sie das aus der Rücklage tut, sobald sie reicht. An dich ausschütten kann sie bis dahin nur den Rest; was sie anlegt, ist davon nicht betroffen. Im Beispiel liegt die Holding-UG nach 10 Jahren in der Struktur ca. 54.422 € vor dem Direktbesitz. Mehr zur Rechtsform unter UG gründen.
So rechnen wir Annahmen und Vereinfachungen
Kurz: Der Rechner vergleicht drei Wege mit denselben Zahlen über bis zu 30 Jahre, nach festen Regeln und mit Rechenweg. Diese Vereinfachungen stecken darin:
- Drei Wege, dieselben Zahlen: Jedes Jahr derselbe Gewinn vor Steuern (auf Wunsch mit jährlichem Wachstum), dieselbe Entnahme und dieselbe Anlage. „Direkt halten“ schüttet den eingestellten Anteil an dich aus, „Gewinn in der GmbH lassen“ nur so viel, wie du entnimmst, „Mit Holding“ den eingestellten Anteil an die Holding, die dir die Entnahme weitergibt.
- Was du verbrauchst: In allen drei Wegen verbrauchst du die Entnahme nach ihrer eigenen Steuer, also gleich viel. Bekommst du im Direktbesitz mehr als die Entnahme, legst du den Rest nach seiner zusätzlichen Steuer privat an. Reicht das Geld in einem Jahr nicht für die Entnahme, bekommst du weniger, und das Fehlende wird im nächsten Jahr zuerst nachgezahlt, in der Holding meist, wenn die Kapitalertragsteuer zurückkommt. Was am Ende noch offen ist, zieht der Rechner vom Vermögen ab, als hättest du es verbraucht; so enthält kein Vorteil Geld, das du nicht ausgegeben hast. Der Break-even setzt voraus, dass beide Wege deine Entnahme bis zum Ende voll zahlen.
- Zwei Bewertungen: „In der Struktur“ zählt das Geld in GmbH oder Holding vor der Steuer auf die Ausschüttung an dich, aber nach der Steuer, die auf seine Anlage noch anfällt. „Alles ausgezahlt“ schüttet am Ende des letzten Jahres alles an dich aus, mit deinen persönlichen Steuern nach dem gewählten Verfahren. Beträge sind nicht abgezinst.
- Steuern Jahr für Jahr: Körperschaftsteuer, Soli und Gewerbesteuer nach dem Recht des jeweiligen Jahres bis 2032, danach mit den Werten von 2032; der Mindesthebesatz von 280 % ab 2027. Deine Einkommensteuer bis 2027, 2027 nach dem Regierungsentwurf, danach mit den Werten von 2027. Körperschaftsteuer auf volle Euro abgerundet, beim Soli fallen Bruchteile eines Cents weg (§ 31 Abs. 1 KStG, § 4 SolZG).
- Anlage: Die Rendite fällt jedes Jahr an und bleibt angelegt. Zinsen und Dividenden versteuert der Rechner im Jahr, in dem sie anfallen; Kursgewinne auf Aktien und ETF erst am Ende, als wären sie dann verkauft. Die Vorabpauschale eines ETF rechnet er nicht, ebenso wenig Verluste, die eine GmbH bei Aktien nicht abziehen dürfte (§ 8b Abs. 3 KStG).
- Kapitalertragsteuer: Auf die Ausschüttung an die Holding behält die GmbH Kapitalertragsteuer ein, die die Holding nach der Rechnung ein Jahr später ohne Zinsen zurückbekommt; der Betrag des letzten Jahres kommt erst nach dem Zeitraum zurück und zählt trotzdem voll mit. Mit Bescheinigung nach § 44a Abs. 5 EStG entfällt der Abzug.
- Kosten der Holding: In den ersten 3 Jahren der Jahresabschluss, den eine Partner-Steuerkanzlei über firma.de für 849 € netto erstellt, dazu einmal 119 € netto Einrichtung; ab dem vierten Jahr eine Schätzung nach der Steuerberatervergütungsverordnung zur Mittelgebühr für Jahresabschluss mit Anhang, E-Bilanz, Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung, ohne Buchführung, Lohn und Umsatzsteuererklärung, für eine kleine Holding mit 100.000 € Bilanzsumme; wächst ihr Vermögen, steigt das Honorar mit, und der Rechner rechnet dann zu wenig. Dazu 28 € Offenlegung, 19,80 € Transparenzregister, geschätzt 180 € IHK und 240 € Konto im Jahr. Ohne Vorsteuerabzug mit 19 % Umsatzsteuer auf die Honorare; trägst du eigene Kosten ein, schlägt er die Umsatzsteuer auf den ganzen Betrag. Die Holding zieht ihre Kosten ab; was sie nicht nutzen kann, trägt sie als Verlust vor. Eigene Kosten trägst du unter „Weitere Angaben“ ein.
- Gründung: Notar und Handelsregister für eine Holding-GmbH mit 25.000 € oder eine UG mit 1.000 € Stammkapital, wie der Gründungskosten-Rechner sie rechnet. Was über der Grenze des Musterprotokolls liegt, trägst du selbst. Beim Anteilstausch kommen die Abtretung der Anteile beim Notar und die Sachgründung dazu; die Abtretung zählt zu den Anschaffungskosten der Holding. Der Rechner nimmt dafür eine eigene Urkunde an; beurkundet der Notar Satzung und Abtretung zusammen, wird es meist etwas günstiger. Das Stammkapital selbst rechnet der Rechner nicht, es kann über das steuerliche Einlagekonto steuerfrei zurückfließen (§ 27 KStG).
- Du und deine Holding: Du hältst die Holding allein. Für Ausschüttungen der Holding an dich steht dir damit auch das Teileinkünfteverfahren offen; „Automatisch“ rechnet jedes Jahr mit dem günstigsten Verfahren, die Günstigerprüfung eingeschlossen. Das ist eine Vereinfachung: Der Antrag auf das Teileinkünfteverfahren bindet dich in Wirklichkeit für fünf Jahre, und nach einem Widerruf kannst du ihn für diese Beteiligung nicht neu stellen (§ 32d Abs. 2 Nr. 3 EStG). Erträge deiner privaten Anlage rechnet der Rechner durchgehend mit Abgeltungsteuer, auch in Jahren mit Günstigerprüfung, die eigentlich alle Kapitalerträge zusammen erfasst; bei niedrigem Einkommen ist die Steuer darauf dann etwas zu hoch. Mitgesellschafter der GmbH bekommen ihren Anteil und verlassen die Rechnung.
- Verkauf: Am Ende des letzten Jahres zum eingegebenen Preis. Privat 60 % des Gewinns mit deinem Steuersatz und dem Freibetrag des § 17 Abs. 3 EStG; durch die Holding 5 % mit Körperschaft- und Gewerbesteuer (§ 8b Abs. 2, 3 KStG). Nach einem Anteilstausch innerhalb von 7 Jahren der Einbringungsgewinn II im Jahr der Einbringung, mit dem Tarif und dem Freibetrag des § 17 Abs. 3 EStG und ohne Zinsen, weil der Zinslauf erst 15 Monate nach dem Jahr des Verkaufs beginnt (§ 233a Abs. 2a AO). In diesem Jahr wählt der Rechner das Verfahren für deine Ausschüttungen mit dem Gewinn zusammen, so wie das Finanzamt das ganze Jahr betrachtet: Neben einem großen Gewinn ist die Abgeltungsteuer oft günstiger als das Teileinkünfteverfahren.
- UG: Eine UG stellt ein Viertel ihres Jahresüberschusses in die Rücklage (§ 5a Abs. 3 GmbHG), bis sie ihr Stammkapital auf 25.000 € erhöhen kann. Der Rechner nimmt an, dass sie das aus der Rücklage tut, sobald die 24.000 € beisammen sind (§ 57c GmbHG), und danach wie eine GmbH ausschüttet.
- Nicht gerechnet: Geschäftsführergehalt bei GmbH oder Holding, Organschaft, Hinzurechnungen zur Gewerbesteuer, Immobilien, Erbschaft und Schenkung, Wegzug, die Zinsen auf Nachzahlungen und Erstattungen. Und alles, was eine Holding außerhalb der Steuer ausmacht: Haftung, mehrere Beteiligungen, Nachfolge.
Quellen und Stand Gesetze
Stand: 6. November 2026. Nach KStG, GewStG, EStG, InvStG und UmwStG, jeder Schritt mit Rechtsgrundlage, nachgerechnet an Handrechnungen nach dem Gesetzestext. Die Körperschaftsteuer bis 2032 folgt dem geltenden § 23 KStG, der Mindesthebesatz dem § 16 Abs. 4 GewStG in der Fassung vom Juni 2026; deine Einkommensteuer 2027 rechnet der Rechner nach dem Regierungsentwurf und sagt das dazu. Der Rechner rechnet in deinem Browser; firma.de speichert deine Angaben nicht.
Allgemeine Steuerinformation, keine Steuerberatung. Der Rechner vergleicht rechnerisch, was dir mit und ohne Holding über die Jahre bleibt, nach dem Stand vom 6. November 2026; ob eine Holding zu deiner Lage passt, hängt auch von Haftung, weiteren Beteiligungen und deinen Plänen ab und gehört mit einem Steuerberater besprochen.
Gesetze und Rechtsprechung
Du planst eine Holding?
Wir zeigen dir, wie du deine Holding mit firma.de gründest und wie eine Partnerkanzlei den Jahresabschluss übernimmt.
Häufige Fragen zur Holding
Ab wann lohnt sich eine Holding?
Eine feste Gewinngrenze gibt es nicht; entscheidend ist, wie viel Gewinn im Unternehmen bleibt und wie lange. Rechnerisch liegt die Holding bei 400 % Hebesatz, 30.000 € Entnahme im Jahr, Anlage in einem Aktien-ETF und 10 Jahren ab ca. 64.762 € Gewinn im Jahr vor dem Direktbesitz, solange das Geld in der Struktur bleibt; über 5 Jahre braucht es ca. 65.272 €, über 20 Jahre ca. 63.184 €. Der Break-even setzt voraus, dass beide Wege deine Entnahme bis zum Ende voll zahlen. Holst du am Ende alles privat heraus, kommt die aufgeschobene Steuer dazu. Gegenüber dem Gewinn, den deine GmbH ohne Holding behält und selbst anlegt, liegt die Holding im Beispiel ca. 43.112 € dahinter. Mit deinen Zahlen rechnet das der Rechner oben.
Lohnt sich eine Holding, wenn ich die Gewinne privat brauche?
Eher selten. Der Vorteil der Holding ist ein Aufschub: Was sie nicht an dich weitergibt, ist nur mit rund 1,491 % statt 26,375 % belastet. Je mehr du jedes Jahr entnimmst, desto weniger bleibt zum Aufschieben, die Kosten der Holding bleiben gleich. Bei 30.000 € Entnahme liegt der rechnerische Break-even bei ca. 64.762 € Gewinn im Jahr, bei 45.000 € bei ca. 85.423 €. Und holst du am Ende alles privat heraus, liegt die Holding im Beispiel ca. 72.891 € hinter dem Direktbesitz.
Wie viel Steuern spart eine Holding pro Jahr?
Auf eine Ausschüttung von 100.000 € zahlt die Holding 2026 bei 400 % Hebesatz 1.491,25 €, du privat mit Abgeltungsteuer 26.375,00 €. Die Differenz ist aufgeschoben, nicht weg: Schüttet die Holding später an dich aus, zahlst du die Steuer dann. Dagegen stehen die Kosten der Holding, im Beispiel 1.478,11 € im Jahr in den ersten drei Jahren und 2.748,79 € danach.
Wie hoch ist die Steuer auf Dividenden in der Holding wirklich?
95 % der Ausschüttung sind bei der Holding-GmbH steuerfrei, die übrigen 5 % gelten als nicht abziehbare Betriebsausgaben und tragen Körperschaftsteuer, Soli und Gewerbesteuer (§ 8b Abs. 1, 5 KStG). Bei 400 % Hebesatz sind das 2026 1,491 % der Ausschüttung, beim Mindesthebesatz von 200 % 1,141 %, ab 2027 bei mindestens 280 % 1,281 %. Die „1,5 %“ stimmen also nur bei rund 400 %.
Was kostet eine Holding im Jahr?
Für die Gründung einer Holding-GmbH mit Musterprotokoll rechnet der Rechner 732,16 € einmalig, mit Notar, Handelsregister und der Einrichtung des Jahresabschlusses. Laufend sind es 1.478,11 € im Jahr in den ersten drei Jahren, mit dem Jahresabschluss, den eine Partner-Steuerkanzlei über firma.de für 849 € netto erstellt, und ab dem vierten Jahr ca. 2.749 €, geschätzt nach der Mittelgebühr der Steuerberatervergütungsverordnung für eine kleine Holding. Dazu kommen Offenlegung, Transparenzregister, IHK und Bankkonto. Eine reine Finanzholding zieht keine Vorsteuer ab, deshalb sind die Honorare mit Umsatzsteuer gerechnet.
Wie hoch muss die Beteiligung sein: 10 % oder 15 %?
Für die Körperschaftsteuer 10 % zu Beginn des Kalenderjahres, für die Gewerbesteuer 15 % zu Beginn des Erhebungszeitraums (§ 8b Abs. 4 KStG, § 9 Nr. 2a GewStG). Bei 100.000 € Ausschüttung und 400 % zahlt die Holding ab 15 % 1.491,25 €, mit 10 % bis unter 15 % 14.791,25 € (14,791 %), darunter 29.825,00 € (29,825 %), mehr als du privat zahlst.
Kann ich meine bestehende GmbH ohne Steuer in eine Holding einbringen?
Ja, in der Regel ohne Einkommensteuer: mit einem qualifizierten Anteilstausch zum Buchwert (§ 21 UmwStG). Du bringst deine GmbH-Anteile gegen neue Anteile in die Holding ein; das geht ohne Aufdeckung stiller Reserven, wenn die Holding danach die Mehrheit der Stimmrechte hält, du den Antrag rechtzeitig stellst und neben den neuen Anteilen nur in engen Grenzen eine sonstige Gegenleistung bekommst. Gehören der GmbH Grundstücke, kann Grunderwerbsteuer anfallen. Der Preis ist eine Sperrfrist von 7 Jahren, eine Satzung statt Musterprotokoll und die notarielle Abtretung, bei 800.000 € Wert rechnet der Rechner dafür 3.693,50 €. Hält die Holding die Anteile zu Beginn ihres Erhebungszeitraums noch nicht, fehlt ihr im Jahr der Einbringung die Kürzung bei der Gewerbesteuer; der Rechner rechnet so. Ob das bei einer neu gegründeten Holding auch gilt, klärst du mit einem Steuerberater.
Was ist die 7-jährige Sperrfrist und was kostet ein Verkauf vorher?
Verkauft die Holding die eingebrachte GmbH innerhalb von 7 Jahren nach dem Anteilstausch, versteuerst du rückwirkend im Jahr der Einbringung einen Einbringungsgewinn II, für jedes abgelaufene Jahr ein Siebtel weniger (§ 22 Abs. 2 UmwStG). Bei 800.000 € Wert, 25.000 € Anschaffungskosten und einem Verkauf im 3. Jahr sind das 553.571 €, davon 60 % steuerpflichtig: 143.700 € Steuer, ledig und ohne weiteres Einkommen neben deiner Entnahme in dem Jahr. Ab dem achten Jahr bleibt nichts davon.
Wie viel Steuer zahle ich beim Verkauf meiner GmbH mit und ohne Holding?
Verkaufst du eine GmbH nach 10 Jahren für 2.000.000 € privat, sind 60 % des Gewinns steuerpflichtig (§ 17, § 3 Nr. 40 EStG): 561.884 € Steuer, ledig und ohne weiteres Einkommen neben deinen Ausschüttungen des Jahres. Verkauft deine Holding, sind 95 % steuerfrei (§ 8b Abs. 2, 3 KStG), sie zahlt 24.234 €. Das Geld liegt dann in der Holding; holst du es privat heraus, zahlst du die Steuer auf die Ausschüttung, und im Beispiel liegt die Holding dann rechnerisch ca. 53.274 € hinter dem Direktbesitz.
Wird Kapitalertragsteuer abgezogen, wenn die GmbH an die Holding ausschüttet?
Ja. Auch an die Holding behält die GmbH 25 % Kapitalertragsteuer und Soli ein, im Beispiel auf 70.175,00 € Ausschüttung 18.508,65 €. Die Holding bekommt sie erst mit ihrer Steuererklärung zurück, meist ohne Zinsen; der Rechner rechnet das ein Jahr später und ohne Zinsen. Mit einer Bescheinigung nach § 44a Abs. 5 EStG für Gesellschaften, bei denen die Kapitalertragsteuer dauerhaft höher wäre als ihre Körperschaftsteuer, entfällt der Abzug.
Was ändern die Senkung der Körperschaftsteuer und der Mindesthebesatz für die Holding?
Die Körperschaftsteuer sinkt von 15 % ab 2028 jedes Jahr um einen Punkt auf 10 % ab 2032 (§ 23 Abs. 1 KStG). Auf eine Ausschüttung an die Holding fällt die Steuer bei 400 % dadurch von 1,491 % auf 1,228 %. Zugleich gilt ab 2027 ein Mindesthebesatz von 280 % (§ 16 Abs. 4 GewStG), auch für eine Holding in einer Gemeinde mit niedrigerem Hebesatz. Beides rechnet der Rechner Jahr für Jahr.
Lohnt sich eine Holding für ETFs und Aktien?
Das hängt davon ab, was sie anlegt. Bei 400 % trägt ein Kursgewinn auf Einzelaktien in der Holding 1,491 % statt 26,375 % privat, ein thesaurierender Aktien-ETF 11,565 % statt 18,463 %. Zinsen und Dividenden aus kleinen Aktienpaketen unter 10 % sind in der Holding voll steuerpflichtig, bei 400 % 29,825 % statt 26,375 % privat; bei einem Hebesatz unter etwa 301 % kann es bei Zinsen umgekehrt sein. Holst du das Geld später privat heraus, kommt die Steuer auf die Ausschüttung dazu.
Holding oder Gewinn einfach in der GmbH lassen?
Für Gewinne, die du nicht privat brauchst, gilt der niedrige Steuersatz der GmbH auch ohne Holding. Im Beispiel liegt die GmbH, die den Gewinn behält und selbst anlegt, nach 10 Jahren in der Struktur ca. 43.112 € vor der Holding, weil die Kosten der Holding und ihre 1,491 % auf die Ausschüttung wegfallen. Die Holding hat ihre Stärken anderswo: beim Verkauf der GmbH, wenn Geld aus dem Risiko des operativen Geschäfts soll, und bei mehreren Beteiligungen.
Brauche ich als Gründer gleich eine Holding?
Später gründen geht, kostet aber mehr: Statt die operative GmbH gleich aus der Holding heraus zu gründen, bringst du sie per Anteilstausch ein, mit Satzung, Abtretung beim Notar, Bewertung und 7 Jahren Sperrfrist. Planst du einen Verkauf, ist die Reihenfolge Holding zuerst einfacher; Gewinne anlegen kann auch die GmbH selbst. Brauchst du die Gewinne privat, reicht oft die GmbH allein; der Rechner zeigt dir beides mit deinen Zahlen. Wie die Gründung abläuft, steht unter Holding gründen.
Was passiert mit meinen Angaben?
Der Rechner rechnet in deinem Browser, firma.de speichert deine Angaben nicht. In der Adresszeile stehen keine Beträge. Teilst du eine Berechnung, stehen die Angaben im Link hinter dem #; diesen Teil schickt der Browser nie an einen Server. Beschreibst du deine GmbH in einem Satz, gehen der Satz und deine Angaben im Rechner über das Vercel AI Gateway an ein KI-Modell. Es füllt nur die Felder aus; gerechnet wird danach nach festen Regeln, und firma.de speichert den Satz nicht. Schreib trotzdem keine Namen oder Anschriften hinein.
Wie funktioniert das Ausfüllen mit KI?
Du beschreibst deine Lage in einem Satz, etwa „GmbH in München, 180.000 € Gewinn, ich brauche 4.000 € im Monat privat“. Eine KI erkennt Gewinn, Hebesatz, Entnahme und die übrigen Angaben und füllt die Felder aus; jede Steuer rechnet der Rechner danach selbst nach festen Regeln. Dein Satz wird nicht gespeichert.