Die Weihnachtsfeier mit der Firma: Wie sie ein voller Erfolg wird

22. Dezember 2017 23 Minuten zu lesen
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Die Weihnachtsfeier zum Jahresende ist eine der wenigen festen Veranstaltungen, die jährlich in Unternehmen oder auch kleineren Büros stattfinden, und bei denen die meisten der Mitarbeiter und Vorgesetzten anwesend sind. Sie ist deshalb eine gute Möglichkeit, mit Kollegen in Kontakt zu treten, die man vielleicht bislang nur flüchtig einmal auf dem Flur getroffen hat. Generell lässt sich der Gemeinschaftssinn mit derartigen Veranstaltungen und der richtigen Planung nachhaltig stärken.

 

Zum anderen fließt gerade bei Weihnachtsfeiern mitunter auch eine gewisse Menge Alkohol, die dazu führen kann, dass die Hemmungen bei einigen Anwesenden fallen und Grenzen, die im Büro gewahrt werden, leichtfertig überschritten werden. Wer sich aber bei der Planung der Weihnachtsfeier genug Zeit nimmt und einige Dinge beachtet, sorgt zumindest schon einmal dafür, dass möglichst wenig schiefgehen kann, und dass die Feier im besten Fall sogar ein voller Erfolg für alle Beteiligten wird.

 

Die Weihnachtsfeier richtig durchplanen

Welche Gäste?

Im ersten Schritt der Planung sollte entschieden werden, wer alles auf die Weihnachtsfeier eingeladen wird. Die Einschätzung der etwaigen Zahl der Gäste erlaubt es erst, sich die Art der Feier zu überlegen, das Budget zu überschlagen und alle Details durchplanen zu können.
Da die Weihnachtsfeier in erster Linie dazu dient, die Mitarbeiter in lockererer Runde zusammenzubringen, sollten diese auch alle eingeladen werden. Die Ausgrenzung einzelner Mitarbeiter ist tunlichst zu vermeiden. Nicht nur würden diese sich vermutlich nicht wertgeschätzt fühlen, es macht auch aus steuerlicher Sicht keinen Sinn, jemanden auszuschließen. Denn nur wenn alle Mitarbeiter eingeladen sind, gilt die Weihnachtsfeier als Betriebsfeier und kann steuerfrei umgesetzt werden.

Ehemalige Mitarbeiter können dann eingeladen werden, wenn sie mit den früheren Arbeitnehmern im guten Einverständnis auseinandergegangen sind. Für neue Mitarbeiter ist es hin und wieder erleichternd und angenehm, mit Leuten in Kontakt zu kommen, die zwar auch einmal in die Strukturen am Arbeitsplatz eingebunden waren, die man dort aber jetzt nicht mehr antrifft. Häufig kommen so weniger gezwungene Gespräche zustande.

Wer Kunden oder Partnerfirmen zur Weihnachtsfeier einlädt, muss bedenken, dass der private Charakter dadurch oftmals verloren geht. Mitarbeiter könnten deutlich angespannter sein, was dem inneren Klima eher schadet. Für geschäftliche Beziehungen kann eine Zusammenkunft in lockerer Runde dagegen tatsächlich fruchtbar sein. Sinnvoller ist dafür allerdings eine getrennte Veranstaltung.

Die Art der Feier

Steht fest, wie viele Gäste in etwa an der Weihnachtsfeier anwesend sein werden, kann die Art der Feier bestimmt werden. Kleinere Büros, bei denen es familiärer zugeht, veranstalten ihre Feier vielleicht gerne in den eigenen vier Wänden. Dadurch lässt sich mitunter nicht wenig Geld sparen, die Organisation der Verpflegung und des Aufräumens und Putzens allerdings könnte anstrengender und aufwendiger werden.

Außerdem eignen sich einfach nicht alle Büroräume oder eine Werkstatt für eine gemütliche und ausgelassene Weihnachtsfeier – sei es aus Platzgründen oder, weil beispielsweise die technischen Geräte vor Ort nicht unbedingt den Plätzchen und dem Glühwein ausgesetzt werden sollten.

In der Regel also wird die Feier auf eine externe Lokalität verlagert. Größere Firmen und Unternehmen beschränken sich meist auf ein gemeinsames Abendessen oder das Zusammensitzen in einer Bar oder Lounge, mit weniger Leuten unternehmen die Vorgesetzten dagegen gerne noch etwas Ungewöhnlicheres. Das kann ein Abend auf der Bowlingbahn, ein Paintballmatch, ein paar Stunden auf der Eisbahn oder auch einfach der Besuch eines Weihnachtsmarktes oder Ähnliches sein. Wichtig ist, dass das Ganze nicht zu erzwungen ist und keine Langeweile aufkommt. Wer keine spannende Idee hat, sollte sich einfach auf einen netten Restaurantbesuch beschränken.

 

Typische Fragen

Wann genau soll die Weihnachtsfeier eigentlich stattfinden?

Natürlich sollte die Weihnachtsfeier nicht an einem der Weihnachtsfeiertage selbst stattfinden. Stattdessen ist sie beispielsweise am Abend vor dem Antritt der Weihnachtsferien zu veranstalten, da hier die Stimmung gelassen ist und alle sich auf die freie Zeit freuen und die Arbeit aus dem Kopf verbannen können. Generell ist der Termin so früh wie möglich festzulegen, um die Chancen zu maximieren, dass ein Großteil der Eingeladenen wirklich erscheinen kann.

Muss eine Art Rahmenprogramm geboten werden?

Ein Rahmenprogramm im Sinne eines Plans, was in etwa an der Weihnachtsfeier unternommen wird, sollte organisiert werden – ob dies nun der Besuch eines Restaurants oder einer besonderen Lokalität oder einfach nur eine Wichtelaktion im Büro ist. Hier können auch mal andere Varianten ausprobiert werden. Dadurch lässt sich Langeweile während der Feier vermeiden. Ob nun allerdings ein Künstler eingeladen oder sonstige Besonderheiten stattfinden müssen, bleibt fragwürdig. Im Rahmen kleinerer Veranstaltungen kann das lustig sein, bei größeren Events fallen derlei Programmpunkte häufig etwas merkwürdig aus.

Muss einer der Vorgesetzten eine Rede halten?

Von ausufernden Reden bei Betriebsfeiern ist grundsätzlich abzuraten. Eine kleine, nette Ansprache dagegen, in der den Mitarbeitern für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr gedankt wird, kann einer Feier noch einmal einen besonderen Glanz und eine schöne Stimmung verleihen. Die meisten Mitarbeiter werden authentische Worte des Chefs als Zeichen der Wertschätzung verstehen, was bei jedem Einzelnen dazu führt, sich weiterhin mit Motivation einzubringen.

 

Anregungen für gemeinsame Unternehmungen

Restaurantbesuch

Der Restaurantbesuch stellt eine der einfachsten Optionen für die Austragung der Weihnachtsfeier dar. Der Vorteil ist, dass außer einer Reservierung nichts weiter organisiert werden muss und eventuell auch einige Leute kurz erscheinen, die vielleicht für längere Unternehmungen oder Ausflüge keine Zeit gehabt hätten. Wer dabei die Speisen und Getränke im Restaurant zahlt, ist nicht einheitlich festgelegt. Allerdings sollte bereits in der Einladung erwähnt werden, ob bei einem Restaurantbesuch jeder Mitarbeiter bestellen kann, was er will und auf alles eingeladen ist oder ob die Chefs beispielsweise nur die Getränke übernehmen. Manche Restaurants bieten Buffets an, die sich für eine Weihnachtsfeier natürlich optimal eignen.

Bowling- oder Kegelbahn

Auch der Besuch einer Bowling- oder Kegelbahn gehört zu den Klassikern bei der Weihnachtsfeier. Die meisten Hallen bieten sogar gerade für solche Events spezielle Angebotspakete an, die aufgrund der großen Nachfrage früh genug zu buchen sind. Zu einem Abend in der Bowlinghalle gehören dann eben nicht nur das Bowlen an sich, sondern etwa auch ein Sektempfang, ein Buffet oder eine Menü-Auswahl und Partyfotos mit einem professionellen Fotografen. Auch das gemeinsame Beisammensitzen im Anschluss an das interne Bowlingturnier und das Vergleichen der Ergebnisse an den Tischen haben einen ganz eigenen Charme.

Städtetrip

Liegt eine nette größere Stadt in erreichbarer Nähe zum Unternehmen, können auch ein Ausflug auf den dortigen Weihnachtsmarkt oder generell eine Stadtbesichtigung unternommen werden. Um die Organisation zu erleichtern, ist ein Treffpunkt in der jeweiligen Stadt festzulegen, an dem sich alle zu einer bestimmten Zeit zusammenfinden. Gemeinsame Busreisen könnten zwar lustig werden, sind allerdings in der Regel zu kostenintensiv und aufwendig.

Karaokebar

Spaßig geht es auch meist beim Besuch einer Karaokebar zu. Zwar ziemen sich anfangs noch viele, nach dem ersten oder zweiten Bier oder Glühwein lockert sich die Stimmung aber meistens und das gemeinsame Singen macht eine Menge Spaß. Mit etwas Glück lassen auch die Schüchternsten im Büro ihre Bedenken beiseite und springen über ihren Schatten. Gerade solche Aktivitäten wirken sich in der Regel deshalb auch positiv auf das allgemeine Klima unter den Kollegen aus.

Eisschnitzen

Wem die klassischen Weihnachtsfeier-Unternehmungen zu langweilig sind, der kann auch passend zur Jahreszeit eine Winteraktivität wählen. Eins der Highlights unter den Erlebnissen im Team bildet dabei das Eisschnitzen. Hier sind geschickte Hände gefragt, die vor allem eins gut können müssen: Rücksicht nehmen und zusammenarbeiten. Denn das Eisschnitzen wird in der Regel als Challenge mit mehreren Teams ausgetragen, die unter der Aufsicht eines Eiskünstlers je einen Eisblock mit Hammer und Meißel bearbeiten und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Egal ob am Ende eine Phantasiegestalt aus dem Block gezaubert wird, ob das Firmenlogo sein eisiges Abbild bekommt oder ob der Teamgeist den Eiffelturm erschafft – das Eisschnitzen bietet Möglichkeiten, bislang ungeahnte Talente an sich und den Kollegen zu entdecken. Eine abschließende Siegerehrung des talentiertesten Teams nach demokratischer Wahl mit kleinen Geschenken rundet das Erlebnis ab.

Wintersport

Wenn die Alpen oder die Pyrenäen zu weit entfernt liegen, kann der Traum vom gemeinsamen Ski- oder Schlittenfahren zur Weihnachtsfeier auch in der kleineren und etwas praktischeren Variante stattfinden: beim Indoor-Wintersport. Denn obwohl die Idee, Hallen mit Kunstschnee zu füllen, um damit Menschen, die etwas weiter entfernt von klassischen Skigebieten wohnen, ebenfalls den Wintersportspaß zu ermöglichen, für viele immer noch ein wenig absurd klingt, hat sie unbestreitbares Potenzial. Sie bietet für die Mitarbeiter eine wunderbare Möglichkeit, sich gemeinsam sportlich auszutoben.

Weltweit gibt es inzwischen mehr als vierzig dieser Skihallen, weshalb die Anfahrt im Grunde kein Argument gegen das Vergnügen im überdachten Schnee sein sollte. Hier finden Sie eine Übersicht über einige Skihallen in Deutschland. Im Vorfeld sollte man sich allerdings genau informieren, ob die entsprechende Halle auch für Anfänger geeignet ist oder sich vor allem an Fortgeschrittene richtet.

Denn lieber nehmen die erfahrenen Teilnehmer Rücksicht auf jene, die vielleicht noch nie Skifahren waren, als dass diese der ganzen Feier kaum Spaß abgewinnen können. Wer sich für das Skifahren aber gar nicht begeistern kann, kann in manchen Hallen auch einfach auf Rutschteller oder Schlitten zurückgreifen.

Schlittschuhlaufen

Auf vielen Weihnachtsmärkten finden sich kleine Eisbahnen, die in der Regel allerdings überfüllt oder vor allem für kleine Kinder gedacht sind, denen die Weihnachtsfeiergäste ungerne ihren Spielplatz rauben möchten. Dennoch bekommen viele beim Anblick der Schlittschuhläufer Lust, auch mal wieder zu versuchen, ihr Geschick auf dem Eis auf die Probe zu stellen. Warum also nicht als Überraschung nach dem nachmittäglichen Weihnachtsmarktbesuch noch einen Abstecher auf der örtlichen Eisbahn einplanen?

Auch hier gilt es, auf die weniger Erfahrenen unter den Teilnehmern Rücksicht zu nehmen. Nette Späße sind erlaubt, lustig gemacht werden sollte sich aber über niemanden. Vor allem nicht dann, wenn es ein Vorgesetzter ist und man Interesse an Weihnachtsgeld oder generell einem weiterhin angenehmen Verhältnis hat. Gerade, was Fähigkeiten beim Sport oder Ähnlichem angeht, haben einige Menschen, die hierarchisch vielleicht im Büro höhergestellt sind, ein mitunter etwas unbegründetes Ehrgefühl, was es sich nicht lohnt, zu reizen.

Den Gemeinschaftssinn stärken

Wie vielleicht bereits an einigen Stellen erkannt werden kann, können Weihnachtsfeiern ein praktisches Mittel sein, um auf natürlichem Wege den Gemeinschaftssinn der Mitarbeiter zu stärken. Angestrengte Spiele, Weiterbildungen oder sonstige Maßnahmen können beiseitegeschoben werden und es kann sich voll und ganz auf die Tätigkeit konzentriert werden, die das Gemeinschaftsgefühl oftmals ganz von alleine stärkt.

Um das zu garantieren, sollte allerdings darauf geachtet werden, dass bei den Aktivitäten keine allzu abgetrennten Gruppen entstehen, die gar nicht miteinander interagieren. Denn gewöhnlicherweise neigen Mitarbeiter dazu, sich unter den Kollegen, mit denen sie auch im Arbeitsalltag zu tun haben, auch auf außergeschäftlichen Veranstaltungen zusammenzufinden.

Wer dem bewusst entgegensteuern möchte, kann im Falle von Bowlingturnieren oder etwa beim erwähnten Eisschnitzen beispielsweise die Kandidaten für ein Team einfach auslosen, anstatt den Teilnehmern die Teambildung zu überlassen. Das mag etwas albern klingen, lohnt sich am Ende jedoch in der Regel trotzdem, da sich aus den neuen Bekanntschaften nicht selten bessere Beziehungen und auch ein angenehmerer Umgang auf der Arbeit entwickeln.

Verbindung mit einem guten Zweck

Alternativ können auch Dinge unternommen werden, die automatisch verbindender Natur sind. Und nein, es muss nicht etwa ein außergeschäftlicher Feind gefunden werden, um den inneren Zusammenhalt zu stärken. Ganz im Gegenteil: Vielmehr kann es für ein schönes Klima und gutes gemeinsames Gefühl sorgen, wenn alle zusammen an einer Aktion für einen guten Zweck teilnehmen oder sich ehrenamtlich betätigen.

Natürlich kann das das gemeinsame Pflanzen eines Baumes sein, es gibt aber auch verschiedene Aktivitäten jenseits aller Klischees. Allerdings sollte sich auch niemand gezwungen fühlen, für irgendeine Organisation zu spenden, die er nicht einmal kennt. Wenn die ganze Aktion aber mit allen Beteiligten gemeinsam besprochen wird oder die Organisatoren der Feier Vorschläge einreichen, über die alle Mitarbeiter abstimmen können, ergeben sich meist von alleine passende Möglichkeiten. Letztlich fördern solche Aktionen den Gemeinschaftssinn nachhaltig, was sich zwar oft nicht sofort, auf Dauer aber durchaus deutlich bemerkbar machen kann.
Auch über die betriebliche Weihnachtsfeier hinaus lohnt sich soziales Engagement Ihres Unternehmens, wie in diesem Artikel zu lesen ist.

 

Details, die oft vergessen werden

Das Budget

Zu den wichtigsten Planungspunkten gehört auch das Budget, das viele der Organisatoren vergessen oder über das sich meist viel zu spät Gedanken gemacht wird. Abhängig vom Teilnehmerkreis lässt sich das Budget mehr oder weniger genau kalkulieren, nachdem auch der Plan für die Unternehmungen feststeht. Denn die meisten Veranstaltungen und Aktivitäten lassen sich mit einem Pro-Kopf-Budget kalkulieren oder es gibt Pauschalangebote von den Veranstaltern.

Wer die Feier im Büro selbst veranstaltet, sollte neben etwaigen Cateringkosten auch erhöhte Kosten für die Reinigungskraft ansetzen. Und insgesamt sollte das Budget lieber etwas zu hoch als zu niedrig angesetzt werden, damit es im Notfall einen gewissen Puffer gibt.

Die Einladung

Die Einladung für die Weihnachtsfeier sollte frühzeitig abgeschickt werden, damit alle Mitarbeiter genügend Zeit für die Planung haben, die gerade um Weihnachten herum nicht immer ganz unkompliziert ausfällt. In welcher Form die Einladung stattfindet, ist abhängig von der Situation und kann je nach Vorliebe gehandhabt werden.

Um Kosten zu sparen, empfiehlt sich natürlich die elektronische Einladung. Die Einladung per Post oder in Briefform dagegen ist immer etwas persönlicher und sorgt vielleicht dafür, dass mehr Mitarbeiter zur Feier erscheinen und die Feier als etwas Besonderes auffassen.

Die Geschenke

Gestattet das Budget einige Geschenke für die Mitarbeiter, lässt sich auch dagegen nichts einwenden. Ein kleines Präsent kommt als Wertschätzung immer gut an, sollte aber keinesfalls verpflichtend sein. Nett ist natürlich auch immer eine Wichtelaktion, bei der die Mitarbeiter sich gegenseitig ein kleines Geschenk im festgelegten Budgetrahmen machen. Es sollte dabei ausgelost werden, wer wen beschenkt, um die Spannung zu erhöhen. Auch hier gilt es, die Aktion rechtzeitig zu planen und zu organisieren.

Absolute No-Gos auf der Weihnachtsfeier

  • Nicht erscheinen: Die Weihnachtsfeier ist in der Regel kein Pflichttermin. Dennoch sollte man sich die „Keinen-Bock-Einstellung“ zwei Mal überlegen. Zwar wird der Chef nicht unbedingt direkt einen Minuspunkt vermerken, aber gerade der lockere Umgang außerhalb des Büros kann die Beziehungen zu Mitarbeitern und Vorgesetzten stärken.
  • Zu viel trinken: Auf vielen Weihnachtsfeiern fließt oft eine Menge Alkohol. Solange diese Menge sich auf alle Anwesenden gleichmäßig verteilt und sich nicht auf ein oder zwei Personen beschränkt, ist dagegen auch nichts einzuwenden. Wer aber einen über den Durst trinkt, neigt dazu, zu viele Hemmungen fallenzulassen und Dinge zu tun oder zu sagen, die er anschließend eventuell bereuen könnte.
  • Schlüpfrig werden: Egal ob als normaler Angestellter oder wichtiger Vorgesetzter: Das Flirten mit Mitarbeitern auf der Weihnachtsfeier sollte tabu sein oder wenn, dann nur in sehr subtiler und charmanter Form erfolgen.
    Und auch hierbei spielt der Alkohol keine unbedeutende Rolle. Denn der ein oder andere neigt ab einem gewissen Pegel vielleicht dazu, sich körperlichen Bedürfnissen ein wenig schamloser hinzugeben und umarmt und knuddelt eventuell eine Spur zu lange und zu viel. Da es hier schnell zu unangenehmen Situationen kommen kann, die nicht selten ein böses Nachspiel haben, ist von Tatschen und Knutschen mit Mitarbeitern dringend abzuraten.
  • Dem Kater erliegen: Selbst wenn der Schädel am Tag nach der Weihnachtsfeier brummt und alles im Körper danach schreit, im Bett zu bleiben, sollte zur Arbeit erschienen werden, insofern die Pflicht ruft. Denn alle teilen das gleiche Schicksal, und wenn einer blaumacht, fällt er gerade an diesem Tag besonders negativ auf. Außerdem könnte das Ganze als mangelnde Selbstbeherrschung verstanden werden – schließlich wird keiner dazu gezwungen, einen über den Durst zu trinken.
    Wer nach Tipps sucht, wie man mit einem Kater fertig wird, wird hier fündig.
  • Sich gehen lassen: Natürlich gelten auf einer Weihnachtsfeier nicht mehr alle Formalitäten und Gepflogenheiten, die im Arbeitsalltag üblich sind. Dennoch sollte der Knigge nicht vollständig zu Hause gelassen werden. Ein angemessenes äußeres Erscheinungsbild zum Beispiel ist auch auf der Weihnachtsfeier wichtig. Ansonsten könnte der Eindruck entstehen, man verkleide sich immer nur für das Büro und sei im Privaten ein schludriger Hallodri.
    Beim gemeinsamen Abendessen sollte auf Tischmanieren geachtet werden und weder geschmatzt noch gerülpst werden. Beim Buffet darf sich reichlich bedient werden, der Teller sollte aber nicht jedes Mal futterneidhaft überfüllt sein. Und wenn es nach dem Essen zu einem Verdauungstanz mit DJ kommt, gilt: Lieber einen Gang zurückschalten, als den Breakdancer raushängen lassen. Sonst könnten im Laufe der nächsten Arbeitswoche schlimmstenfalls einige lustige Videoclips die Runde im Büro machen und einem einen fragwürdigen Ruf verschaffen, der bis zur nächsten Weihnachtsfeier anhält.

Weiteres zur Etikette bei einer Weihnachtsfeier können Sie in diesem Artikel nachlesen.

 

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