Betriebliche Fortbildung – Mitarbeiter fördern für mehr Erfolg

aktualisiert am 29. August 2019 6 Minuten zu lesen

Egal ob Berufsausbildung, Bachelor-Abschluss oder Diplom: Die berufliche Ausbildung endet heute nicht mehr mit der letzten Prüfung. Im zunehmend technologisierten Arbeitsmarkt sind erlernte Fähigkeiten schnell veraltet. Durch berufsbegleitende Fortbildungsmaßnahmen lassen sich die Kenntnisse und Fertigkeiten der Mitarbeiter aber einfach aktualisieren und die persönlichen Fähigkeiten erweitern.

 

Für die Zukunft planen durch Fachkräftesicherung

Die Zukunftsfähigkeit ist heute eine große Herausforderung für alle Unternehmen. Der demografische Wandel, Globalisierung, Digitalisierung und Industrie 4.0 sind nur einige wichtige Themen, die sowohl Führungskräfte als auch Arbeitnehmer beschäftigen. Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital eines Unternehmens. Für Unternehmen, die sich für die Zukunft gut aufstellen möchten und den Fachkräftemangel nicht fürchten, liegt in der betrieblichen Fort- und Weiterbildung ein Weg, sich langfristig und nachhaltig weiterzuentwickeln. Dabei ist ein planmäßiges und strukturiertes Vorgehen wichtig. Betriebliche Maßnahmen haben außerdem den Vorteil, dass sie genau an den Bedarf des Unternehmens angepasst sind.

 

Die betriebliche Weiterbildung: Ein Gewinn für alle

Berufliche Fort- und Weiterbildungen haben zahlreiche Vorteile:

  • Emotionale Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen
  • Vorbereitung auf Beförderung in Führungspositionen
  • Interne Besetzung leitender Positionen anstatt durch externe Fachkräfte
  • Förderung des Images
  • Attraktivität für Fachkräfte als potenzieller Arbeitgeber

Durch die Qualifizierung der Mitarbeiter wird das Unternehmen unabhängiger von äußeren Einflüssen des Arbeitsmarktes, wie beispielsweise dem Fachkräftemangel in Deutschland. Laut Bundeswirtschaftsministerium ist der Mangel an qualifiziertem Personal derzeit noch kein flächendeckendes Problem, aber wird den Arbeitsmarkt der kommenden Jahrzehnte prägen.

Auch für die Mitarbeiter haben solche Maßnahmen einige Vorteile. Die täglichen beruflichen Herausforderungen zu bewältigen, erfordert Kompetenzen und Fähigkeiten, die sich die Mitarbeiter in Weiterbildungsmaßnahmen aneignen können. Sie erhöhen damit die Chancen auf Weiterbeschäftigung und für die zukünftige Stellensuche. Durch die auf das Unternehmen abgestimmten Bildungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter zu fast unersetzlichen Leistungsträgern, die einen sicheren Arbeitsplatz haben. Die Wissenschaft bestätigt dies: Lebenslanges Lernen macht Menschen langfristig anpassungsfähiger.

Auch wenn die Vorteile von betrieblicher Weiterbildung deutlich überwiegen, hat jede Medaille zwei Seiten: Weiterbildungsmaßnahmen können kostenintensiv sein und die Abläufe im Tagesgeschäft stören, wenn sie während der Arbeitszeit stattfinden. Eine beliebte Lösung für dieses Problem ist es, die Maßnahmen am Wochenende mit eigenen Dozenten durchzuführen zum Beispiel in einem geeigneten Hostel mit Tagungsräumen wie diesem von a&o hostels.

 

Wettbewerbsfähigkeit steigern durch Mitarbeiter-Qualifizierung

Um die Konkurrenzfähigkeit sicherzustellen, müssen Unternehmen auf viele Faktoren achten, unter anderem sind dabei Service, Preis-Leistungs-Verhältnis, Qualität und das Image maßgebend. Diese Schlüsselelemente im Unternehmen sind vor allem von einem Kriterium abhängig: den Mitarbeitern und deren Qualifizierung. Ebenso wichtig ist es, aktuelle Entwicklungen nicht zu verschlafen und die Zukunft realistisch einzuschätzen.

Zwei Beispiele:

  1. Rasante technologische Fortschritte erfordern, dass die Mitarbeiter neue Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, beispielsweise im Umgang mit Hard- und Software.
  2. Durch die Globalisierung gewinnen Fremdsprachenkenntnisse und Verständnis für internationale Märkte weiter an Bedeutung.

Ganze Branchen entwickeln sich rasant weiter, neue Branchen entstehen.

Bedarf ermitteln – Konkrete Ziele erleichtern die Planung

Effektiv und effizient zu arbeiten; das geht nicht ohne konkretes Ziel und einen detaillierten Plan. Nicht immer ist eine Fortbildungsmaßnahme die Lösung. Arbeitet ein Team beispielsweise unstrukturiert und wirkt überfordert, liegt das nicht ausschließlich an der Arbeitsorganisation. Hier hilft dann kein Seminar, sondern eher die Überprüfung des Arbeitsumfeldes oder der unternehmensinternen Strukturen.

Statistik Weiterbildung
In zwei Bereichen sind Weiterbildungen besonders gefragt: Soft Skills und IT-Kenntnisse

 

Weiterbildung vorausschauend planen

Der erste Schritt ist die Ermittlung der passenden Maßnahme, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Danach gilt es zu klären, wer alles daran teilnehmen sollte. Geht es um Soft Skills, würden wahrscheinlich alle Mitarbeiter davon profitieren. Trotzdem ist es oft nicht ratsam, das gesamte Personal zu einer allgemeinen Fortbildungsmaßnahme zu verpflichten. Je nach Art, Umfang und Kostenaufwand der Schulung ist es sinnvoll, sich auf diejenigen zu konzentrieren, die bereit dazu sind und Motivation zeigen.

Handelt es sich jedoch um spezielle Themen wie Personalführung sollten nur Mitarbeiter daran teilnehmen, für deren Position die Maßnahme tatsächlich relevant ist. Alles andere wäre für den Mitarbeiter uninteressant und für das Unternehmen unwirtschaftlich.

Zunächst ist es notwendig, den Status Quo zu ermitteln:

  • Wer hat welche Qualifikationen und Kompetenzen?
  • Welche Kompetenzen sind notwendig, um die künftigen Aufgaben bewältigen zu können?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, um die Produktivität zu steigern?
  • Wer soll künftig mehr (Personal-)Verantwortung erhalten?

Anhand dieser Fragestellungen lässt sich leicht erkennen, wo konkreter Handlungsbedarf besteht.

Bei der Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs ist es sinnvoll, die Mitarbeiter einzubinden. Durch eine Befragung bestimmter Mitarbeitergruppen (z. B. alle Mitarbeiter Ü40, alle Azubis) oder die Einbindung in die Planung konkreter Maßnahmen sind die Mitarbeiter wesentlich motivierter und lernbereiter.

Infografik: © statista.com, Grafik: pixabay.com

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