Flugschule gründen: So geht’s!

aktualisiert am 6. August 2020 7 Minuten zu lesen
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Sie wollen also eine Flugschule gründen. Kein einfaches Unterfangen, werden doch zur Gründung einer Flugschule extensive Vorkenntnisse der Ausbilder gefordert, Genehmigungen, Erlaubnis und Anmeldung sind ebenfalls Pflicht. Wenn Sie jedoch die entsprechenden Vorkenntnisse mitbringen und perfekt gerüstet sind, um andere Personen zum Sportpiloten auszubilden und sich nicht so schnell von bürokratischen Hürden aus dem Konzept bringen lassen, helfen wir Ihnen gerne, alle Startschwierigkeiten zu meistern.

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Andreas Munck

Seit über 7 Jahren berate ich Existenzgründer auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Gerne rufe ich Sie an und helfe bei allen Fragen rund um Ihre Gründung in einem persönlichen Gespräch.

  • Startup Experte
  • 7 Jahre Erfahrung

 

Besitze ich ausreichende Kenntnisse, um eine Flugschule zu eröffnen?

Gleitsegel, Gleitschirm, Hängegleiter, Ultraleichtflugzeuge, Gleitflugzeuge sowie Sprungfallschirme sind der Luftfahrzeugklasse der Luftsportgeräte zugeordnet; Sie benötigen, um eine Flugschule in dieser Klasse zu eröffnen, eine SPL (Sportpilotenführer-Lizenz, Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer). Diese erhalten Sie nach Ihrer Pilotenausbildung. Wenn Sie diesen Pilotenschein besitzen, können Sie sich nun entscheiden, ob Sie ein Fluglehrer für Praxis oder Theorie werden möchten. Für beides ist eine Prüfung notwendig, jedoch benötigen Sie keine Flugerfahrung, wenn Sie Fluglehrer für Theorie werden möchten. Falls Sie (auch) in der Praxis ausbilden wollen, benötigen Sie den Nachweis über 150 Stunden Flugerfahrung sowie ein gültiges Medical der Klasse II nach JAR FCL 3 (Fliegerärztliche Tauglichkeitsuntersuchung). Die Prüfungen werden beim für den Flugzeugtyp zuständigen Verband absolviert.

Wenn dieser Lehrgang erfolgreich absolviert wurde, erhalten Sie vom jeweiligen Verband den sogenannten Assistentenstatus. Das bedeutet, dass Sie mindestens zwei Flugschüler an einer bestehenden und anerkannten Flugschule durch alle Phasen der Ausbildung begleiten müssen. Sobald Sie diesen Nachweis erbringen können und zudem noch einen 16-Stündigen Erste-Hilfe-Schein und mindestens das BZF II (Sprechfunkzeugnis) mitbringen, wird Ihnen die Lehrberechtigung in die Lizenz eingetragen.

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Flugschule als GmbH, UG, GbR oder Einzelunternehmen: Rechtsform wählen

Um sich den Traum von der eigenen Flugschule erfüllen zu können, müssen Sie zunächst entscheiden, welche Rechtsform sich für Ihr Unternehmen eignet. Gängige Rechtsformen für Existenzgründungen in der Branche sind die GmbH, die UG, die GbR oder das Einzelunternehmen. Beachten Sie bei der Wahl außerdem, dass sich die einzelnen Rechtsformen auch steuerlich unterscheiden.

Mehr erfahren zu den möglichen Rechtsformen:

Grundsätzlich stehen Ihnen natürlich weitere Rechtsformen zur Verfügung.

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Erlaubnis, Registrierung und Zulassung

Die Grundlage, um Luftsportgeräteführer auszubilden, bildet die Erlaubnis für Flugschulen gemäß Luftverkehrszulassungsverordnung (§ 30 LuftVZO). Um diese zu erhalten, wenden Sie sich an das Luftfahrt-Bundesamt (LBA).

Für die Ausbildung von Luftsportgeräteführern besteht eine Regristrierungspflicht, das bedeutet, dass Sie einen Antrag auf Zulassung als Ausbildungseinrichtung für Luftsportgeräteführer beim Deutschen Ultraleichtflugverband e.V. einreichen. Ihre Flugschule können Sie allerdings auch bei mehreren Verbänden registrieren.

Zuständig für Fragen zur Genehmigung, Registrierung und Erlaubnis ist die jeweilige Luftfahrtbehörde des Bundeslandes. Weitere Dokumente bezüglich Prüfungen, Zulassung sowie Praxisprüfprotokolle finden Sie hier.

 

Verbände für Ihre Flugschule

Es gibt mehrere Verbände, die Sie in Ihrer Selbständigkeit unterstützen können und zuständig dafür sind, die Interessen von Ihnen und der Branche zu vertreten:

  • DHV: Deutscher Hängegleiterverband e.V.
  • DULV: Deutscher Ultraleichtflugverband e.V. (Tragschrauber etc.)
  • DAEC: Deutscher Aeroclub e.V.

 

Weitere Kernaspekte Ihrer Flugschulen Gründung

Wenn Sie eine Flugschule gründen, sollten Sie neben den oben genannten Anforderungen wie dem Luftfahrerschein natürlich auch über eine Flugplatz verfügen. Des Weiteren müssen Sie Ihre Flugschule auch bewerben. Zielgruppenorientiertes Marketing kann durch die traditionellen Werbemittel (Flyer, Werbeannoncen) geschehen oder ebenfalls online. Mit den sozialen Medien können Sie wunderbar für Ihre Flugschule werben. Eine eigene Webseite ist mittlerweile für jedes Unternehmen ein Muss. Ansprechend und übersichtlich gestaltet sollten Interessierte dort Informationen zu Ihren Angeboten und Preisen einholen können. Zudem steht noch die Frage aus, ob Sie spezielle Angebote zur Eröffnung anpreisen möchten. Über beispielsweise einen Schnupperflug freut sich jeder Fluggast.


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