Software-Unternehmen gründen – So geht’s!

aktualisiert am 12. Oktober 2020 7 Minuten zu lesen
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Sie wollen ein Software-Unternehmen gründen? firma.de informiert zu Rechtsformen, Businessplan, Gewerbeanmeldung und der Geschäftsidee, sodass Ihre Software-Firmengründung gelingt!

Sie möchten sich also mit einer Softwarefirma selbständig machen. Zunächst sollten Sie dabei beachten, dass der erste Schritt zur Selbständigkeit mit der Gründungsplanung beginnt. Diese halten Sie professionell in Ihrem Businessplan fest. Was für eine Software möchten Sie entwickeln? An wen soll diese verkauft werden? Vor der genauen Produktentwicklung steht Ihnen aber noch die Rechtsformwahl bevor. Als Gründer müssen Sie sich für eine zu Ihnen passende Rechtsform entscheiden, die dann ordnungsgemäß gewerblich angemeldet werden muss. Informationen über die verschiedenen Rechtsformen sowie zu allen anderen wichtigen Aspekten Ihrer Existenzgründung finden Sie hier in unserem Gründungsratgeber.

 

Ihre Software-Firmengründung: Know-how

Wenn Sie sich mit einer Softwarefirma selbständig machen möchten, bringen Sie idealerweise bereits Erfahrung aus der Branche mit. Es gibt jedoch keine Richtlinien und Anforderungen, die zu beachten sind, wenn Sie ein Software Unternehmen gründen wollen. Sie sollten allerdings die aktuell gängigen Programmiersprachen beherrschen sowie ein Händchen für Betriebswirtschaft, Marketing und Vertrieb haben. Eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Informatik, Datenbanken oder Ähnlichem kann Ihnen bei Ihrer Existenzgründung nur hilfreich sein.

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Software-Unternehmen als GmbH, UG, GbR oder Einzelunternehmen gründen: Rechtsform wählen

Um sich den Traum von der eigenen Software-Firma erfüllen zu können, müssen Sie zunächst entscheiden, welche Rechtsform sich für Ihr Unternehmen eignet. Gängige Rechtsformen für Existenzgründungen in der Branche sind die GmbH, der UG, die GbR oder das Einzelunternehmen. Beachten Sie bei der Wahl außerdem, dass sich die einzelnen Rechtsformen auch steuerlich unterscheiden.

Mehr erfahren zu den möglichen Rechtsformen:

Grundsätzlich stehen Ihnen natürlich weitere Rechtsformen zur Verfügung. Gegebenenfalls können Sie auch von der Kleinunternehmerregelung profitieren: Als Kleinunternehmer zählt, wer im ersten Jahr nicht mehr als 22.000 Euro und im Folgejahr nicht mehr als 50.000 Euro an Umsatz erzielt. Kleinunternehmer dürfen Ihre Buchhaltung per EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) führen und müssen keine Umsatzsteuer auszeichnen und abführen. Um die Kleinunternehmerregelung nutzen zu können, müssen Sie dies beim Finanzamt beantragen.

Welche Rechtsform zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt, hängt davon ab, wie Ihre Zielsetzung als Unternehmensgründer aussieht und wie viel Kapital Sie investieren möchten.

Nachdem Sie sich für eine Rechtsform entschieden haben, stehen noch einige gewerberechtliche Anmeldungen an: Gewerbeanmeldung, Anmeldung bei der für Sie zuständigen Berufsgenossenschaft sowie IHK. Bei den Rechtsformen GmbH und UG müssen Sie sich zudem noch ins Handelsregister eintragen lassen.

 

Software Unternehmen gründen: Die nächsten Schritte

Wenn Sie Ihr Unternehmen erfolgreich gegründet haben, das Stammkapital (je nach Rechtsform) sich auf dem Geschäftskonto befindet und alle Anmeldungen abgeschlossen sind, steht der nächste Punkt aus Ihrem Businessplan an: Ihre Geschäftsidee sowie die Planung des Produkts bzw. der Dienstleistungen. In welchem Bereich möchten Sie tätig werden?

  • Branchenspezifische Lösungen (z. B. Bankensoftware)
  • Datenschutz
  • Unterhaltungsbranche: Spieleentwicklung
  • Maßgeschneiderte Software für Unternehmen
  • Massentaugliche Software für den Endnutzer (z. B. Grafikprogramme, Browser, etc.)
  • SAAS (Software as a Service)
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Für die maßgeschneiderte Software benötigen Sie lediglich eine professionelle Webseite, die möglichen Kunden ansprechend und übersichtlich Ihre Leistungen bzw. Angebote präsentiert. Wenn Sie möglichst viele Endkunden ansprechen möchten, müssen Sie entweder ein Shop-System aufbauen oder aber den Weg über Wiederverkäufer wählen. Diese bieten Ihre Software auf bestehenden Plattformen an und berechnen je nach Land des Käufers auch schon die jeweilig anfallende Umsatzsteuer, was Ihnen die Arbeit enorm erleichtern kann. Sie erhalten Ihre Netto-Einkünfte abzüglich einer kleinen Provision. Gamedesign und Spieleentwicklung sind wiederum komplexer, da Sie hier neben Designern auch noch einen Publisher für Ihr fertiges Spiel suchen müssen, da dieser Ihr fertiges Spiel optimal vermarkten kann und bekannt macht. Allerdings sind auch zahlreiche “Indie”-Spiele (Spiele unabhängiger Entwickler, Independent Games) bekannt und beliebt, die ohne großen Publisher veröffentlicht wurden, und Gamer haben auch den Markt der kleineren Entwickler im Auge, um spannende Spiele, die vielleicht im Massenmarkt untergehen, entdecken zu können.

Eine weitere Möglichkeit, Ihre Software an den Mann zu bringen, ist mittels Cloud Computing. Durch eine VM (Virtual Machine) kann Ihre Software online betrieben werden; die Kunden müssen Ihre Software nicht herunterladen und installieren. Zur Nutzung können Sie Lizenzen zur vollen Verwendung verkaufen oder aber eine kostenlose Variante anbieten, bei der gewisse Features, die es auch bei der Offline-Version gibt, kostenpflichtig sind.

 

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