Ayuni Systems – Photovoltaik für den afrikanischen Raum

5. Dezember 2013 5 Minuten zu lesen
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Herr Shasha erschließt mit seinem Unternehmen Ayuni Systems den afrikanischen Markt mit solarbetriebenen Handyladestationen – nicht zuletzt dank der Unterstützung des firma.de-Beraters Friedhelm Kremers.

Wer und was:

Gründung eines Unternehmens im Bereich der Photovoltaik (Ayuni Systems) mit Handel und Installation von Photovoltaikanlagen für den afrikanischen Raum, zur Verbesserung der Telekommunikation und der Infrastruktur. Da der Gründer aus Kamerun stammte und über eine ingenieurtechnische Ausbildung verfügte, war von Anfang an vorgesehen, Auslandsmärkte im afrikanischen Raum zu erschließen.

Der firma.de-Berater Friedhelm Kremer unterstützte den Gründer Barton Shasha bei der erfolgreichen Umsetzung der Geschäftsstrategie und der notwendigen Finanzierung über die dafür infrage kommenden Förderkredite. Vertriebskanäle wurden durch die Kenntnisse der Märkte von Herrn Shasha selbst erschlossen.

 

Ausgangslage:

Herr Shasha war zur Zeit seiner Festanstellung bereits in der Branche Elektrotechnische Anlagen und Prozesssteuerung tätig gewesen. Bedingt durch das hohe Potential an Absatzmöglichkeiten von Photovoltaikanlagen in Afrika und unter Berücksichtigung der unzureichenden Infrastruktur in den meisten afrikanischen Ländern sah Herr Shasha in diesem Geschäftsbereich ein lukratives Geschäftsfeld, das darüber hinaus ausreichend skaliert war, um wirtschaftlich nachhaltige Erlöse zu erzielen.

Hier werden in Zukunft, zuerst im afrikanischen Wirtschaftsraum CECAM, solare Ladestationen für Mobilfunkgeräte in ländlichen Gebieten aufgestellt, die durch die infrastrukturellen Defizite über keine Stromleitung, aber über starke mobile Netze verfügen.

Im Wesentlichen werden von Ayuni Systems und durch lokale Partner, wie z.B. VILLAGE21, solare Anlagen in Dörfern installiert, die über die Leistung verfügen, bis zu 300 mobile Funkgeräte am Tag zu laden. Die Einwohner können gegen eine kleine Gebühr ihre Handys aufladen und zwei Arbeitsplätze entstehen pro Station. Lokale Techniker werden ausgebildet (Know-how Transfer).

Notwendig hierfür waren jedoch ausreichende finanzielle Mittel, die im Rahmen der infrage kommenden Kreditprogramme die Geschäftsidee des Gründers befördern sollten. Primär ging es hier um die Vorfinanzierung großvolumiger Aufträge bzw. den Aufbau eines Vorratsvermögens und dessen Vorfinanzierung. Ein wichtiger Punkt dabei war die Berücksichtigung der errechneten Umschlagshäufigkeit des Vorratsvermögens auf der Basis der Aufträge und der vereinbarten Zahlungsziele.

 

Gründungsprozess:

Gemeinsam wurde eine Planung auf der Basis der zu planenden Einheiten und der Planungen der Vertriebspartner erstellt. Dabei wurden im ersten Schritt die notwendigen Volumina (Stückzahlplanung) und die verschiedenen Größenklassen sowie die Komponenten geplant, die für die Ausstattung der Systeme vor Ort notwendig waren. Diese wurden von den Vertriebspartnern entsprechend als System mit Systemkomponenten geplant. Über die Konzeption einer Jahresplanung sowie einer unterjährigen Planung wurden die Absatzgrößen geplant und in die Einzelkomponenten zerlegt (Stücklistenauflösung).

Darauf basierend wurden Mengen ermittelt, die notwendig sind, um die Vertriebspartner im Rahmen ihrer revolvierenden Planung mit den ermittelten Stückzahlen zu bedienen und zu Anfang einen Bestand aufzubauen. Dabei musste die Umschlagshäufigkeit der Bestände geplant sowie die Zahlungsziele der Lieferanten und der Vertriebspartner mit in die Planung einbezogen werden.

Auf der Grundlage der Planung war dann auch ersichtlich, ob der Vorratsbestand im Wesentlichen aus dem eigenen Cash-Flow finanziert werden konnte oder eine Banklinie (Kontokorrent) mit der Bank zu verhandeln war. Dabei schuf die detaillierte Planung auch die Basis, um mit der Bank über die Höhe und die Bedingungen des Kontokorrents zu verhandeln.

Auf Grundlage der Planung wurden dann auch der Betriebsmittelkredit und eine ausreichende Banklinie verhandelt. Auch hier, wie in vielen Fällen der Gründung, diente ein KfW Kredit mit einer 80% Haftungsfreistellung als Basis für die Kreditierung.

 

Erreichte Ergebnisse:

Mit den soeben geschilderten Maßnahmen, vor allem durch die Finanzierung der Betriebsmittel, konnten die ersten Lieferungen an die Vertriebspartner vorgenommen und das Geschäft mit den Vertriebspartnern stabilisiert und entsprechend ausgebaut werden. Daneben sollen mittels Rahmenverträgen zu einem späteren Zeitpunkt mit den Lieferanten verbesserte Konditionen verhandelt werden.

 

Herr Shasha:

Die Dauer von der Beantragung des Kredits bis zur Auszahlung war relativ kurz, was auch daran lag, dass die Planung sehr detailliert war und sowohl die Lieferkette als auch die Kundenbeziehung mit den Vertriebspartnern dezidiert darstellte und über das Zahlengerüst (Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Liquiditätsvorschau) für die Bank nachvollziehbar machte.

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