Sicherheitsvorkehrungen in Unternehmen

aktualisiert am 3. Juni 2019 7 Minuten zu lesen
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Sicherheit wird vor allem in Jungunternehmern häufig unterschätzt. Dabei geht es nicht nur um die Themen Arbeitsschutz und branchenspezifische Sicherheitsvorschriften, sondern in zunehmendem Maße auch um die Sicherheit der Daten.

Zunehmendes Augenmerk müssen Unternehmer auf die Sicherheit in ihrem Betrieb legen. Dabei gilt es, nicht nur die branchenspezifischen Vorschriften seitens des Gesetzgebers, beispielsweise in den Gebieten Arbeits- oder Brandschutz zu erfüllen. Mindestens ebenso wichtig ist es, wichtige Dokumente und Daten zu schützen. Das gilt insbesondere für junge Unternehmen und Firmen, die mit neuen und innovativen Produkten an den Markt gehen. Denn die Gefahr eines Datenverlustes oder gar von Wirtschaftsspionage ist nicht zu unterschätzen.

 

Schaden durch Wirtschaftsspionage: mehrere Milliarden Euro

Wirtschaftsspionage ist ein ernstes Thema heute – sieben von zehn Industrieunternehmen waren in den letzten Jahren betroffen. Der Schaden summierte sich in diesem Zeitraum auf rund 43 Milliarden Euro.

 

Von Beginn an die Sicherheit denken

Vor allem Gründer und junge Unternehmer sind mit dem Thema Sicherheit oft ein wenig überfordert. Denn gerade zum Start ihres Betriebes müssen sie eine Vielzahl von Aufgaben innerhalb kürzester Zeit erledigen, wodurch sie Gefahr laufen, sich zu verzetteln. Themen wie die IT-Sicherheit fallen dabei nur allzu schnell unter den Tisch. Junge Unternehmer sind also gut beraten, wenn sie sich so viel Arbeit wie nur irgend möglich abnehmen lassen. Insbesondere im Bereich der Organisation und der Verwaltung des Betriebes gibt es aber mittlerweile hervorragende Software-Lösungen, die den Unternehmern dabei helfen, ihren persönlichen Aufwand auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

 

Warum kleine Unternehmen in Gefahr sind

Mittlerweile sind verstärkt kleine und mittelständische Unternehmen das Ziel der Angriffe von Cyber-Kriminellen. Der Grund: Gerade diese Unternehmen besitzen oft spezielles Fachwissen, das für die Angreifer bares Geld wert ist. Hinzu kommt die Tatsache, dass es Unternehmen in dieser Größenordnung an Fachpersonal und Know-how mangelt, um Angriffe aus dem Netz erfolgreich abzuwehren. Vorhandene Sicherheitslücken könnten kleine und mittelständische Unternehmen aber mit entsprechenden Lösungen aus der Cloud rasch und günstig schließen.

KMUs fehlt es aber nicht nur am notwendigen Fachwissen und Personal, sondern auch an einer zentralen Planung, wie die Informationstechnologie im Unternehmen eingesetzt werden soll. Doch diese Nachlässigkeit hat für die Unternehmen oft gravierende Folgen. Denn wie im Report des Max-Planck Instituts nachzulesen ist, sind nicht nur große Konzerne, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen von Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung betroffen.

Verteilung der Vorfälle nach Branchen

Bildhintergrund: Franck V. | unsplash.com

 

Darum lohnt sich der Angriff auf kleine und mittelständische Betriebe

Für Cyber-Kriminelle lohnt es sich aus zwei Gründen, mittelständische Unternehmen ins Visier zu nehmen. Zum einen gelten diese Betriebe als Motor für Innovationen, weshalb sie einen enormen Schatz an geistigem Eigentum besitzen. Darüber hinaus nutzen Hacker gern kleine Unternehmen mit einem mangelhaften IT-Schutz, um indirekt in die Netzwerke größerer Unternehmen, die besser geschützt sind, einzudringen. Vor allem fehlen auch Fachkräfte in diesem Bereich.

So kann ein Hacker beispielsweise über eine Sicherheitslücke auf die Webseite eines Automobilzulieferers eindringen und einen Schadcode in der Datenbank einschleusen. Wenn der Auftraggeber nun auf die manipulierten Daten zugreift, gelangt die Schadsoftware unbemerkt in das Netzwerk des Autoherstellers.

Hacker haben aber auch die Möglichkeit, schlicht und ergreifend auf der Webseite des Zulieferers Schadsoftware zu installieren, die ein Mitarbeiter des Auftraggebers möglicherweise herunterlädt. Selbst wenn die Schadsoftware vom Sicherheitssystem erkannt wird, bedeutet das einen enormen Imageschaden für das kleine Unternehmen.

 

Typische Probleme in der IT

Das Sicherheitsproblem für Unternehmen beginnt oft schon mit der Frage, für welche Sicherheitslösung sie sich entscheiden sollten. Immerhin müssen oft neben mehreren PCs auch diverse Server geschützt werden. In diesem Fall reicht eine Lösung, die für private Anwender völlig genügend ist, oft nicht aus, sondern es sind spezielle Software-Lösungen gefragt.

Auch die eigene Webseite kann für das Unternehmen eine Gefahrenquelle darstellen, wenn es sich für einen sehr komplexen Online-Auftritt entscheidet. Kleine Unternehmen setzen beispielsweise für Online-Shops oder Kundenforen auf Tools, die es im Netz teilweise sogar kostenlos gibt. Zwar lassen sich diese Programme rasch installieren und einfach bedienen, jedoch haben sie einen gravierenden Nachteil: Besonders gerne greifen Hacker nämlich Tools an, die sehr weit verbreitet sind, denn sie wissen ganz genau, wo die Schwächen des jeweiligen Programms sind.

 

Nicht nur die Daten müssen gesichert werden

Ganz ohne Papier geht es auch im digitalen Zeitalter nicht. Wichtige Dokumente wie etwa Verträge liegen nach wie vor in Papierform vor. Auch diese Dokumente müssen entsprechend geschützt werden und sind etwa in einem Tresor besser aufgehoben.

Spezielle Dokumententresore wie diese hier bieten Schutz auf mehreren Ebenen. Sie sorgen nicht nur für eine sichere Aufbewahrung und verhindern einen Zugriff durch nicht autorisierte Personen, sondern bewahrt den Inhalt auch vor sonstigem Schaden. So ist es durchaus möglich, dass in den Betriebsräumen des Unternehmens ein Brand ausbricht oder durch einen Rohrbruch ein Wasserschaden entsteht.

Die Tresore verhindern auch bei derartigen Katastrophen, dass die Dokumente unwiederbringlich verloren sind. Gleichzeitig ist das Unternehmen mit entsprechenden Tresoren auf der sicheren Seite, wenn es dennoch zu einem Schaden kommt. Geprüfte und zertifizierte Exemplare gewährleisten die Kostenübernahme durch die Versicherung.

 

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