Die Fahrkarte zum Erfolg – So erstellen Sie Ihren Businessplan richtig

aktualisiert am 1. August 2018 7 Minuten zu lesen
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Gründungen mit Businessplan sind erfolgreicher. Das bestätigen Ihnen praktisch alle Gründungs-Experten. Doch was ist dieses ominöse Dokument überhaupt? Ein lästiger und aufwendiger Plan, um seine Unternehmensgründung sein Geschäftsvorhaben in den Himmel zu heben? Mitnichten. Der Businessplan ist in erster Linie für Sie als Gründer von großem Wert.

Wenn man angehenden Gründern mit dem Thema Businessplan kommt, zucken viele, wenn nicht die meisten, nervös zusammen. Ein in der Regel um die 30 Seiten umfassendes schriftliches Dokument über das Geschäftsvorhaben verfassen zu müssen stellt auch den motiviertesten Gründer vor eine schwierige Aufgabe. Dabei sollte man den Businessplan keinesfalls als lästige Pflicht ansehen.

 

Die zwei Aufgaben des Businessplans für Unternehmensgründer

Aber was hat es mit dem Businessplan wirklich auf sich? Wozu dient er? Nun, er erfüllt vor allem zwei Aufgaben: Zum einen dient er potenziellen Investoren als Übersicht und Plan Ihres Unternehmens. Ein Geldgeber kann anhand des Businessplans leicht entscheiden, ob ein Unternehmen tragfähig ist und das notwendige Potenzial mitbringt, sich gut am Markt zu positionieren. Deshalb ist die Nachfrage an Ihrem Businessplan von vornherein hoch. Investoren wollen natürlich insbesondere wissen, wie Sie finanziell beim Firma gründen aufgestellt sind und ob Sie die nächsten Jahre solide kalkuliert haben. Das ist das Fachgebiet der Geldgeber – legen Sie also einen Fokus ganz klar auf die Finanzplanung Ihrer Firma!

Zum anderen ist der Businessplan, und das ist vielleicht noch wichtiger, ein Kontrollinstrument für Sie selbst als Unternehmer. Durch eine sinnvolle Struktur und einen geordneten Aufbau reduzieren Sie die Gefahr, entscheidende Fehler zu machen, auf ein Minimum. Zahlreiche Studien – nicht nur die berühmte Langzeitstudie der Harvard University zum Thema Ziele setzen im MBA-Programm– belegen mittlerweile, dass Firmengründungen mit Businessplan erfolgreicher sind als diejenigen ohne. Das hat seinen Grund: Wer in seinem Businessplan alle relevanten Elemente sorgfältig abarbeitet, der hat nicht nur den notwendigen Überblick über sein Unternehmen. Vor allem können Ihnen die Zahlen und Fakten aufzeigen, wie stimmig Ihr Vorhaben wirklich ist, da die einzelnen Kapitel strukturiert aufeinander aufbauen. Nicht zuletzt lernen Sie den Markt, in dem Sie sich fortan mit Ihrer Firma bewegen, genau kennen und können den Wettbewerb analysieren. Sie meistern die mit Stolpersteinen versehene Vorgründerphase nur, wenn Sie sich an Ihrem fundierten Businessplan orientieren können.

Ein Businessplan zur Firmengründung behandelt üblicherweise folgende Bestandteile:

  1. Executive Summary (Zusammenfassung des Businessplans)
  2. Produktidee
  3. Markt und Wettbewerb
  4. Marketing und Vertrieb
  5. Geschäftsmodell und Organisation
  6. Unternehmerteam, Management und Personal
  7. Realisierungsfahrplan
  8. Chancen und Risiken
  9. Finanzplanung

 

Achten Sie auf Individualität bei ihrer Firmengründung

Wichtig ist vor allem, dass Sie einen individuell auf Sie zugeschnittenen Businessplan besitzen. Vermeiden Sie unbedingt billige oder gar kostenlose Mustervorlagen aus dem Internet, um ihre Firma zu gründen. Die meisten Gründerberater besitzen fundierte Kenntnisse im Bereich Businessplanerstellung. Eine solche Beratung (Stichwort: Hilfe zur Selbsthilfe) ist unersetzlich in der Vorgründerphase. Planen Sie also genug Zeit ein, sich einen Berater zu suchen und die Aspekte zu behandeln, die Ihnen in der Anfangsphase der Firmengründung unklar sind.

Bei aller Bedeutung der Individualität Ihres Businessplans: Achten Sie darauf, den Businessplan nicht zu sehr in der Fachsprache Ihrer Branche zu schreiben. Mögliche Investoren werden dadurch höchstens abgeschreckt. Genauso müssen Sie ehrlich sein; es macht nichts, wenn gewisse Risiken bei Ihrer Unternehmung auftreten, diese sind ganz normal. Lassen Sie Risiken genauso wie Potenziale zu ihrer Überwindung keinesfalls aus dem Businessplan heraus.

 

Mehrwert und Alleinstellungsmerkmal ihrer Firmengründung

Bei jeder Gründung und in jedem Unternehmen hängt der Erfolg letztlich davon ab, wie man sich von den Mitwettbewerbern in seinem Marktsegment absetzt. Legen Sie den Schwerpunkt deshalb ganz klar auf Ihr Alleinstellungsmerkmal beim Gründen und den daraus folgenden Mehrwert Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung. Dieses ist das Herzstück Ihres Geschäftsvorhabens. Scheuen Sie sich bei der Vorstellung Ihrer Idee nicht, euphorisch zu sein. Das regt zum Weiterlesen an, denn Sie behandeln direkt nach der Executive Summary Ihre Produktidee. Harte Fakten müssen Sie erst in den nachfolgenden Kapiteln anführen.

Eines gilt es aber bei aller Leidenschaft für Ihr Unternehmen zu beherzigen: Arbeiten Sie genau und zielorientiert. Versuchen Sie, nicht um den heißen Brei herumzuschreiben, sondern kommen Sie auf den Punkt. Stichhaltigkeit und Prägnanz sind die obersten Gebote in Sachen Schreibstil im Businessplan ihrer Unternehmensgründung.

 

Holen Sie sich fachkundigen Rat beim Gründen

Wenn Sie Ihren Businessplan sorgsam schreiben und sich vor allem fachkundigen Rat einholen, ist Ihr fertiges Dokument mehr als die halbe Miete auf dem Weg zur Gründung. Umgekehrt führt ein schlecht ausgearbeiteter Businessplan nicht selten zum Scheitern des Gründungsvorhabens – nicht nur weil Kapitalgeber die Beteiligung an Ihrem Unternehmen ablehnen, sondern auch, weil Sie selbst nicht alle signifikanten Punkte bearbeitet haben.

Die Erstellung eines Businessplans ist mittlerweile als „Have-to“ in der Vorgründerphase anzusehen. Da viele angehende Firmengründer einen Businessplan schreiben, gilt er bei Banken und Investoren mittlerweile fast als Pflicht. Scheuen Sie sich also nicht davor, sondern packen Sie es an! Gerade auch zu Ihrem eigenen Vorteil.

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