Bilanz und Bilanzierungspflicht bei einer UG (haftungsbeschränkt)

aktualisiert am 13. März 2019 3 Minuten zu lesen
Teilen

Wie sieht eine UG-Bilanz aus? Welche Pflichten muss die Geschäftsführung erfüllen? Welche Fristen gelten für den Jahresabschluss? Behalten Sie den den Überblick bei den Themen Jahresbilanz, Bilanzierungspflicht und Buchführungspflicht bei der UG (haftungsbeschränkt).

 

Die Buchführungspflicht der UG

Sämtliche Kapitalgesellschaften unterliegen einer Buchführungspflicht, also auch die Unternehmergesellschaft. Ist ein Betrieb buchführungspflichtig, bestimmen gesetzliche Regelungen, wie die Buchhaltung zu führen ist. Die Buchhaltung ist von entscheidender Bedeutung für die Besteuerung der Unternehmergesellschaft.

 

Bilanzierungspflicht bei der UG

Im Allgemeinen beinhaltet die Bilanzierungspflicht die Erstellung eines Jahresabschlusses mit Bilanz und der betrieblichen Steuererklärung (Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer), einem eventuellen Anhang mit Erläuterungen sowie der Gewinn- und Verlustermittlung. Die Bilanz ist Bestandteil der Buchführung. Bei ihr werden alle Vermögensgegenstände den Schulden gegenüber gestellt.

Unter anderem im Handelsgesetzbuch (HGB) oder im BilMoG, dem Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts, ist die Bilanzierungspflicht geregelt.

Informieren Sie sich kostenlos, wie Sie Ihre Buchhaltung am besten auslagern: Fordern Sie jetzt ein unverbindliches Angebot zur Erstellung Ihrer Finanzbuchhaltung zum Fixpreis an!

Die Bilanz bei der UG

Bei der UG muss sich grundsätzlich der Geschäftsführer um die Bilanz der Gesellschaft kümmern. Jede Unternehmergesellschaft muss alle Geschäftsvorgänge in einer doppelten Buchführung aufzeichnen und eine Bilanz erstellen.

 

Die Eröffnungsbilanz für die Unternehmergesellschaft

In der Eröffnungsbilanz sind die Einlagen aller Gesellschafter verzeichnet. Es wird außerdem eine Übersicht über Kapital und Vermögen gegeben. In der Eröffnungsbilanz sind ferner die Forderungen der Gesellschaft an die Gesellschafter aufgeführt. Die Eröffnungsbilanz wird grundsätzlich direkt am Entstehungstag erstellt, einer UG wird eine Frist von sechs Monaten gewährt.

Jahresabschluss schon aufgestellt? Der Bundesanzeiger verzeiht nichts

Bei einer UG muss innerhalb von sechs Monaten nach Ende des Geschäftsjahres ein Jahresabschluss erstellt werden. Bei Nicht-Einhaltung dieser Frist kann Ihnen schnell ein Bußgeld von mindestens 2.500 Euro* drohen.

 

Die auf unserer Seite veröffentlichten Informationen werden allesamt von Experten mit größter Sorgfalt verfasst und überprüft. Dennoch können wir nicht für die Richtigkeit garantieren, da Gesetze und Regelungen einem stetigen Wandel unterworfen sind. Ziehen Sie deshalb bei einem konkreten Fall immer einen Fachexperten hinzu – wir stellen gerne den Kontakt her.

firma.de übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die durch Fehler in den Texten entstanden sind.

*Quellen: Bundesanzeiger, www.gpc-tax.de/public/1946263_Mildere_Strafen_fuer_verspaetete_Offenlegung_des_Jahresabschlusses/

Jetzt weiterstöbern im Ratgeber!