Rechte und Pflichten des Gesellschafters einer gGmbH

3. Juni 2015 4 Minuten zu lesen
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Die gGmbH-Gesellschafter treffen die Entscheidung eine gGmbH zu gründen. Dieser Beschluss zur Gründung der gemeinnützigen GmbH (gGmbH) steht am Anfang des Gründungsprozesses. Neben der Gründung kommen ihnen weitere wichtige Aufgaben zu: Sie zahlen das Stammkapital ein, ernennen den Geschäftsführer und dürfen die Satzung ändern. Doch nicht alle Gesellschafter der gGmbH haben dieselben Rechte. In der Satzung können Ausnahmen und Besonderheiten beim Stimmrecht festgelegt werden. Wer die gGmbH-Gesellschafter sind und welche Rechte und Pflichten sie haben, erfahren Sie hier.

 

Wer sind die gGmbH-Gesellschafter und welche Rechte und Pflichten haben sie?

Die gGmbH-Gesellschafter zahlen das Stammkapital ein und können durch die Gesellschafterversammlung den Geschäftsführer Ihrer gGmbH berufen und abberufen. Außerdem bestimmen sie den gemeinnützigen Zweck und die Strategie, um diesen zu erreichen. Oder zusammenfassend gesagt: Sie treffen strategische und grundsätzliche Entscheidungen der Unternehmensausrichtung. Wenn die Gesellschafter einer gGmbH zusammen treffen, um durch Abstimmung eine Entscheidung zu fällen, spricht man von der Gesellschafterversammlung. Hier findet die Willensbildung statt. Allerdings muss nicht zwingend eine Gesellschafterversammlung einberufen werden, um Beschlüsse fällen können.

 

Aufgaben der Gesellschafter einer gGmbH

Der konkrete Aufgabenbereich eines gGmbH-Gesellschafters richtet sich nach der Satzung. In der Satzung werden die einzelnen Kompetenzbereiche festgelegt. Werden allerdings keine Ausnahmen festgehalten, gilt die Gesetzesvorlage.

Die Gesellschafter der gGmbH haben unter anderem folgende Rechte und Pflichten:

  • Sie stellen den Jahresabschluss fest und entscheiden über die Offenlegung der Ergebnisse.
  • Sie können die Stammeinlagen einfordern.
  • Sie können auf die Rückzahlung von Nachschüssen bestehen.
  • Sie können die Geschäftsanteile teilen, zusammenlegen oder sogar einziehen.
  • Der Geschäftsführer wird durch die Gesellschafterversammlung berufen oder abbestellt
  • Sie prüfen und überwachen den Geschäftsführer.
  • Sie bestellen den Handlungsbevollmächtigte und Prokuristen.
  • Sie können Ansprüche gegenüber anderen Gesellschaftern oder dem Geschäftsführer geltend machen.
  • Sie vertreten die gGmbH in Gerichtsverfahren gegen den Geschäftsführer.
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Wie können die Rechte der gGmbH-Gesellschafter verändert werden?

Die Rechte und Pflichten der Gesellschafter einer gGmbH werden in der Regel in der Satzung festgelegt. Darunter fallen beispielsweise folgende Punkte:

  • Ein oder mehrere Gesellschafter bekommen Vorrechte bei der Bestellung des Geschäftsführers einer gGmbH.
  • Ein Gesellschafter einer gGmbH bekommt besondere Rechte bei der Benutzung von Betriebseigentum.
  • Gesellschafter dürfen den Geschäftsführer abberufen.
  • Auskunfts- und Einsichtsrechte für einzelne gGmbH-Gesellschafter werden erweitert. Aber Achtung: Diese können lediglich über den gesetzlichen Rahmen hinweg für einzelne Gesellschafter erweitert werden. Eine in der Satzung festgelegte Einschränkung ist verboten.

 

Stimmrechte der Gesellschafter

Grundsätzlich gilt ein dispositives Stimmrecht bei den Gesellschaftern. Das bedeutet, dass jeder ins Stammkapital eingezahlte Euro eine Stimme ist. Dadurch haben Gesellschafter, die eine höhere Stammeinlage erbracht haben, auch mehr Stimmanteile. Aber auch diese Verteilung der Stimmrechte kann abgeändert werden. Dann können Geschäftsanteile an der gGmbH ohne Stimmrechte gebildet werden oder nur einzelne Gesellschafter in Beschlüsse einbezogen werden.

 

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