Der Geschäftsführervertrag der gGmbH

26. August 2015 4 Minuten zu lesen
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Jede gGmbH braucht einen Geschäftsführer. Der Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft nach außen. Dafür erhält er einen Geschäftsführerdienstvertrag. Alles Wichtige und worauf Sie achten müssen, finden Sie in diesem Fachartikel.

 

Wer darf bei einer gGmbH einen Geschäftsführervertrag beschließen?

Der Vertrag eines Geschäftsführers einer gGmbH wird generell von der Gesellschafterversammlung beschlossen. Die Gesellschafterversammlung ist auch für die Bestellung und Abberufung des Geschäftsführers verantwortlich. In der Regel wird nur eine Ausnahme gemacht, wenn diese gesetzlich vorgeschrieben wird oder ein Aufsichts- oder Beirat in der Satzung festgelegt wurde.

 

Wann muss der Geschäftsführervertrag erstellt werden?

Mit dem Beschluss der Gesellschafterversammlung ist die Grundlage für den Abschluss des Geschäftsführervertrags gelegt. Es ist zwar möglich, den Vertragsabschluss in den Gesellschafterbeschluss einfließen zu lassen, dennoch wird im Regelfall aus rechtlichen Gründen zu einem separaten Vertragsabschluss geraten.

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Wer sind die Vertragspartner?

Die Vertragspartner sind der Geschäftsführer und die gGmbH. Die gGmbH wird in diesem Fall durch die Gesellschafterversammlung vertreten. Wenn die gGmbH den Vertrag mit dem Geschäftsführer abschließt, kann sie dazu auch einzelne gGmbH-Gesellschafter, Dritte oder sogar den Geschäftsführer selbst dazu bevollmächtigen.

 

Wer kann den Vertrag ändern?

Änderungen des Geschäftsführervertrags können formlos erfolgen. Selbst ein mündlicher Vertragsabschluss ist bindend. Dennoch empfiehlt sich dringend die Schriftform.

 

Welche Regelungen sollten in dem Geschäftsführervertrag einer gGmbH enthalten sein?

Der Inhalt des Vertrages des Geschäftsführers hängt stark vom Geschäftszweck und dem Geschäftsgegenstand des Unternehmens ab. Während der Unternehmensgegenstand lediglich beschreibt, womit sich das Unternehmen befasst, beschreibt der Geschäftszweck das Ziel Ihrer gGmbH.

 

Gehalt des Geschäftsführers

Das Gehalt des Geschäftsführers ist das rechtlich sensibelste Element. Denn aufgrund der Gemeinnützigkeit muss das Geschäftsführergehalt angemessen sein. Angemessen bedeutet hier, dass es im Verhältnis zur erbrachten Leistung stehen muss. Ein zu hohes Gehalt kann unter Umständen als verdeckte Gewinnauswertung gewertet werden. Das kann im schlimmsten Fall den Verlust der Gemeinnützigkeit bedeuten.

Insbesondere ab diesem Punkt ist es ratsam, den Vertrag von einem Anwalt prüfen zu lassen. Ansonsten kann es passieren, dass Ihrer gGmbH die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Dann hat man am falschen Ende gespart.

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Die auf unserer Seite veröffentlichten Informationen werden allesamt von Experten mit größter Sorgfalt verfasst und überprüft. Dennoch können wir nicht für die Richtigkeit garantieren, da Gesetze und Regelungen einem stetigen Wandel unterworfen sind. Ziehen Sie deshalb bei einem konkreten Fall immer einen Fachexperten hinzu – wir stellen gerne den Kontakt her.

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